LippeBaskets Werne ringen SVD nieder: Keine One-Man-Show

hzBasketball: Kommentar

Individuell ist Derne im Duell am Samstag stärker gewesen als die LippeBaskets, doch das hielt Werne nicht vom Sieg ab. Denn Wernes System ist auf eine starke Mannschaftsleistung ausgelegt.

Werne

, 09.02.2020, 20:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der individuell beste Spieler in der Partie zwischen dem SVD 49 Dortmund und den LippeBaskets Werne am Samstagabend trug das weiße Jersey der gastgebenden Derner. Am Ende des Abends standen für Aaron Young satte 39 Punkte auf dem Spielberichtsbogen. Der US-Amerikaner war von den Wernern, so sehr sie sich auch anstrengten, weder im Eins-gegen-Eins, noch im Kollektiv zu stoppen. Mal brachte Young selbst den Ball im Korb unter, mal bereitete er seinen Mitspielern beste Abschlussmöglichkeiten vor.

Doch für den Sieg gereicht hat das am Ende nicht – die Werner, die sich mit mannschaftlicher Geschlossenheit zur Wehr setzten, haben ein weiteres Mal aufgezeigt, warum Basketball ein Mannschaftssport ist.

Wernes „Import-Spieler“ ist besser integriert

Natürlich haben die LippeBaskets in Simon Bennett ebenfalls einen überragenden „Import-Spieler“, wie Nicht-EU-Ausländer, von denen in der 2. Regionalliga nur einer pro Team spielen darf, oft genannt werden. Doch der 34 Jahre alte Neuseeländer hat seinen Platz im System von Trainer Christoph Henke. Und auch, wenn er ein absoluter Leistungsträger ist, ist der Kiwi keine „One-Man-Show“ – sondern Teil des großen Ganzen bei den LippeBaskets.

In der 2. Regionalliga ist das nicht der Regelfall. Von „Import-Spielern“ wird häufig erwartet, dass sie das Spiel in schwierigen Momenten an sich reißen und mit individueller Klasse entscheiden.

Zusammengewachsene Mischung

Die LippeBaskets haben sich für einen anderen Weg entschieden. Aus der eigenen Jugend drängen Akteure wie Louis Barkowski, Niko Tilkiaridis und Nils Brinkmann auf mehr Spielzeit in der ersten Mannschaft. In Janne Bromisch, gegen Derne mit 27 Punkten bester Werner Werfer und ebenso wie das Eigengewächs-Trio im Jahr 2000 geboren, fanden die LippeBaskets zudem einen Unterschiedsspieler vor der eigenen Haustür – eine Klasse tiefer in der Oberliga beim TVG Kaiserau.

Dass ein überragender Akteur allein auf dem Feld keine Spiele gewinnt, haben die LippeBaskets gegen den SVD unterstrichen. Die richtige, zusammengewachsene Mischung macht den Mannschaftssport aus – wie am Samstag in Dortmund.

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