Nach dem Ende der Niederlagen-Serie: Kampf in der Rückrunde beginnt für Frauen des SV Herbern

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Nach einer monatelangen sieglosen Phase punkteten die Fußballerinnen des SV Herbern endlich wieder. Doch bis zum Saisonende wird es für das Team noch einmal ein Kampf um die Abstiegsplätze.

Herbern

, 02.03.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach 22 Wochen scheint die Pechsträhne der Fußballerinnen des SV Herbern endlich vorbei zu sein. Sieben Niederlagen, ein Unentschieden und kein einziger Sieg in den vergangenen acht Spielen der Landesliga ist das ernüchternde Resultat für das Team von Frank Groß-Budde. Den letzten Sieg hatte SV Herbern Ende September gegen die SuS Scheidingen (1:2) eingefahren.

Doch nach dem ersten März-Wochenende keimt wieder Hoffnung bei den Fußballerinnen auf. Auf dem eigenen Platz in Ascheberg konnten die Mannschaft endlich wieder jubeln, denn Marie Kruckbaum und Kapitänin Laura Brockmeier haben Herbern gegen den FC Oeding zum 2:0-Sieg geführt. „Das war ein absolutes Kampfspiel, aber die Mannschaft war am Ende total glücklich und erleichtert. Uns ist wirklich ein Stein vom Herzen gefallen“, sagt Teamkapitänin Laura Brockmeier.

Beteiligung beim Training deutlich besser

Für die Fußballerinnen war der Sieg vor allem am Anfang der Rückrunde wichtig.

Denn dann stehen noch die Gegner aus der unteren Tabellenhälfte mit ihnen auf dem Platz. Sobald es dann Richtung Spitze geht, wird es immer schwieriger, das weiß auch Brockmeier. „Wir müssen jetzt einfach von Spiel zu Spiel denken und 100 Prozent oder mehr geben. Sonst können wir in der Liga nicht bestehen.“

Der Sieg gegen Oeding liegt zum Teil auch an der verbesserten Vorbereitung, weiß die Kapitänin. Denn in der Rückrunde sei die Trainingsbeteilung deutlich besser, als noch in der Hinrunde. „Da war es wirklich durchwachsen, jetzt kommen immer meist 16 bis 20 Spielerinnen. Nach internen Gesprächen ging wirklich ein Ruck durch die Mannschaft.“ Das macht sich dann auch in den Spielen bemerkbar macht, ein erstes Beispiel ist die Partie gegen den FC Oerding am vergangenen Sonntag.

Keine schlechte Stimmung im Team

Trotz der vielen Niederlagen sei die Stimmung im Team nicht schlecht gewesen, weiß Brockmeier. „Wir haben versucht, uns gegenseitig hochzuziehen und positiv zu denken.“ Das funktioniert für die 29-Jährige am besten, indem sie die Frauen auf die eigenen Qualitäten berufen, immer alles geben und sich mit dem Team einschwören. Denn auch wenn der Kader relativ groß ist, sei der Zusammenhalt auf jeden Fall da. Auch wenn es manchmal schwer ist das Team bei Laune zu halten, da nicht jeder immer eingesetzt wird und auch mal auf der Bank sitzt. „Da müssen die Spielerinnen dann einfach dran bleiben und sich präsentieren.“

Obwohl die Rückrunde für Herbern mit dem langersehnten Sieg gut angefangen hat, werden die restlichen Spiele noch einmal ein Kampf, vor allem wenn es Richtung Saisonende und um den Abstieg oder den Verbleib in der Liga geht. Zur Zeit stehen die Fußballerinnen auf dem elften Platz. Und da wollen sie auch bleiben, wenn es gut läuft vielleicht noch einen Rang gutmachen. Vermutlich wird es um SuS Concordia Flaesheim, FC Oeding, BSV Brochterbeck, Fortuna Gronau 09/54 und um Herben gehen, schätzt Brockmeier. „Unser Ziel ist es einfach über dem Strich zu stehen.“ Und damit vom Abstiegskampf verschont zu bleiben.

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