Nach der fünften gelben Karte: Youssef Saado (29) vom Werner SC ist „richtig genervt“

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Nach dem Spitzenspiel gegen Kinderhaus steht für den Werner SC gleich der nächste hochkarätige Vergleich in der Landesliga an: Gegen den SV Mesum muss Youssef Saado allerdings zuschauen.

Werne

, 15.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Youssef Saado fehlt dem Werner SC im Spitzenspiel gegen den SV Mesum. Aus seinem Ärger darüber macht der 29-Jährige keinen Hehl: „Ich bin die ganze Woche schon richtig genervt deswegen.“ Was war passiert? Am vergangenen Sonntag hatte Saado bei der 1:3-Niederlage gegen den neuen Tabellenführer Kinderhaus seine fünfte gelbe Karte in dieser Saison kassiert. Ausgerechnet im nächsten Topspiel gegen den Tabellennachbarn und Dritten der Landesliga, den SV Mesum, muss der Stürmer nun zusehen.

„Die gelbe Karte habe ich wegen Dummheit bekommen“

„Da von außen zusehen zu müssen, wird richtig hart. Ich kann dann nichts weiter für die Mannschaft tun, als sie anzufeuern“, erklärt Saado. An die Situation, die ihn überhaupt erst in diese missliche Lage gebracht hat, erinnert sich der Werner noch genau: Ein Spieler von Kinderhaus lag verletzt am Boden, das Spiel war unterbrochen. Werne lief zu dem Zeitpunkt einem Rückstand hinterher und wollte gerne weiterspielen, als sogar der Trainer der Gäste auf das Spielfeld kam, um sich um den angeschlagenen Spieler zu kümmern.

„Da habe ich den Schiedsrichter gefragt, ob das sein muss und eine unnötige Diskussion angefangen“, erzählt Saado und gibt zu: „Die Karte ist ganz klar meine Schuld. Ich wusste ja, dass ich bei vier Gelben stehe, da darf ich mich nicht auf so etwas einlassen. Die gelbe Karte habe ich wegen Dummheit bekommen.“

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Nun muss der 29-Jährige das Geschehen im zweiten Spitzenspiel nacheinander von der Seitenlinie verfolgen. „Das wird am Sonntag noch mal richtig schwierig für mich, wenn ich der Mannschaft nicht helfen kann“, blickt Saado voraus. Für das Spiel in Mesum hofft er bei seinem Team vor allem auf eins: „Wir müssen mutig spielen. Das hat gegen Kinderhaus in der zweiten Halbzeit manchmal gefehlt.“

Werne hat bereits drei Mal nach eigener Führung verloren

Und noch eine Sache erwähnt Saado: „Es ist auffällig, dass wir in dieser Saison schon die eine oder andere Führung wieder aus der Hand gegeben haben.“ Das nämlich war nicht nur bei der 1:3-Pleite gegen Kinderhaus der Fall, sondern auch bei den Niederlagen gegen Ahaus und Wiescherhöfen.

„Wenn wir in Mesum wieder führen, müssen wir gut aufpassen. Der Gegner geht dann mehr ins Risiko und spielt extremes Pressing. Wenn wir dann die Pässe nicht genau spielen, kriegen wir Probleme“, weiß Saado.

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Vor gut einem Monat hatte Saado noch mit Adduktorenproblemen zu kämpfen. Die scheinen ihn mittlerweile nicht mehr zu behindern - zumindest eine gute Nachricht. „Gegen Kinderhaus habe ich 80 Minuten gespielt und nichts gespürt“, sagt der 29-Jährige und bedankt sich nochmal für seine Startelf-Nominierung: „Ich hatte die ganze Woche zuvor nicht trainiert und war schon ein wenig überrascht, dass ich beginnen durfte. Das war ein echter Vertrauensbeweis vom Trainer und hat mich sehr gefreut.“

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