Nach einem holprigen Start ist der SV Herbern zurück in der Spur

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Die Hinrunde begann für den SV Herbern schwierig. Nach sieben Spieltagen stand der Landesligist auf Platz 13. Doch mit starken Leistungen könnte die Mannschaft jetzt sogar oben anklopfen.

Herbern

, 28.11.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hinrunde ist in den meisten heimischen Amateur-Fußballligen beendet. Zeit, um auf die Leistungen der Werner und Herberner Vereine zu blicken, ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten. Wir machen den Hinrundencheck. Heute geht es um den Landesligisten SV Herbern, der nach einem holprigen Saisonstart gut in die Spur gefunden hat und derzeit stark aufspielt.

Aktuelle Lage: Mit der derzeitigen Situation können die Herberner rundum zufrieden sein. Nachdem es für den Landesligisten zum Saisonstart gleich mehrere Niederlagen inklusive dem frühen Ausscheiden im Kreispokal setzte, zeigte die Mannschaft zuletzt ihre Stärken. Dafür belohnten sie sich mit dem derzeit fünften Platz.

Stärken: Derzeit begeistern die Herberner insbesondere mit ihrer starken Defensivleistung. 17 Tore kassierte die Mannschaft in der Hinrunde - der viertbeste Wert in der Liga. Nicht nur die Abwehrreihe, auch die Offensivkräfte arbeiten und denken konsequent mit nach hinten.

Baustellen: Eigentlich hat der SV Herbern mit Spielern wie Whitson, Marcel Scholtysik oder Dominick Lünemann durchaus eine große Offensivqualität. Dennoch zeichnete sich vor dem Tor eine ganz entscheidende Schwäche ab - die Effizienz. Paradebeispiel war das Spiel gegen den TuS Wiescherhöfen, als die Herberner Chancen im Minutentakt hatten, aber nur mit 1:0 gewannen.

Beste Partie der Hinrunde: Der SV Herbern zeigte in der Hinserie viele sehr gute Spiele - herausgeragt hat dabei aber keines so wirklich. Eigentlich ist die Partie gegen Wiescherhöfen durchaus als positives Beispiel zu nennen. Doch für ein so starkes Spiel fiel der Sieg am Ende deutlich zu niedrig aus.

Schwächste Partie der Hinrunde: Das schlechteste Spiel der Hinrunde begann für die Herberner eigentlich gut: Bis zur Halbzeit führten sie 1:0 gegen den VfL Senden. Als dann aber in der 57. Minute der Ausgleich fiel, brach die Herberner Mannschaft völlig auseinander und lief nur noch hinterher. Das Ende: eine unnötige 1:3-Niederlage.

Bester Torjäger: Die meisten Tore für den Landesligisten erzielte bisher Whitson (sechs Treffer). Wie schon in den letzten Jahren strahlte der Brasilianer in jedem Spiel Torgefahr aus. Zuletzt hatte aber auch er eine kleine Durststrecke: Seit Anfang Oktober traf der 31-Jährige nicht mehr das Tor.

Spieler der Hinrunde: Einen Spieler herauszuheben, fällt bei der mannschaftlichen Geschlossenheit schwer. Einen starken Eindruck hinterlassen hat sicherlich Philip Just. Der 20-Jährige kam erst im Sommer vom VfL Senden zu der Mannschaft von Holger Möllers, ist dort aber bereits jetzt nicht mehr wegzudenken. Bisher absolvierte er jede einzelne Minute auf dem Platz und fiel durch ein nahezu fehlerloses Spiel auf.

Ausblick und Prognose: In der aktuellen Form hat der SV Herbern definitiv die Chance, oben mitzuspielen. Wenn alles normal läuft, werden Kinderhaus und der SV Mesum die ersten beiden Plätze wohl unter sich ausmachen - ab Platz drei ist der SV Herbern aber mit im Spiel.

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