Nach Saisonabbruch: Das sind die Überlegungen der TVW-Damen

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Die Volleyballerinnen des TV Werne dürfen in der Liga bleiben - so viel ist nach dem Abbruch der Saison bereits klar. Fest steht der Klassenerhalt aber bisher noch nicht.

von Juri Kollhoff

Werne

, 04.04.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Volleyballsaison des TV Werne-Oberligateams wurde aufgrund der Corona-Pandemie nun offziell abgebrochen. Das bestätigte der Westdeutsche Volleyball Verband in einem Schreiben auf seiner Homepage. Der TV Werne darf in der Oberliga bleiben.

Lange war unklar, wie es für den TV Werne weitergeht. Mit zehn Punkten Rückstand bei noch vier verbliebenen Spieltagen war der Rückstand auf den siebten Platz fast uneinholbar groß. Aber in der Theorie war es eben noch möglich, einen Nichtabstiegsplatz zu erreichen, weswegen der TV Werne nochmal zum Angriff blasen wollte. Die Formkurve zeigte nach dem überraschenden 3:0 über den SC Hennen deutlich nach oben.

Die Aufholjagd, um die SG Sande noch vom Relegationsplatz zu verdrängen, fällt zwar aus, aber der Werner Klub darf nach dem Beschluss des Westdeutschen Volleyball Verbands (WVV) trotzdem in der Liga bleiben. Der Landesverband folgt dabei dem Vorschlag des Deutschen Volleyball Verbands. Die bestehenden Abstiegs- und Aufstiegsregelungen gelten also nur für Mannschaften, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs als Aufsteiger bzw. Absteiger eindeutig und sportlich nicht mehr änderbar feststehen.

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Mannschaften, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs auf einem Abstiegsplatz sind und rechnerisch einen Nichtabstiegsplatz gemäß den festgelegten Regularien erreichen könnten, erhalten das Angebot, für die Saison 2020/2021 in ihrer Spielklasse zu bleiben.

Theresa Rottmann, Libero des Werner Oberligisten und Schiedsrichterwartin beim WVV, hatte mit so einem Beschluss schon gerechnet. „Wir können mit der Entscheidung gut leben. Wenn man es realistisch einschätzt, wäre mehr als der Relegationsplatz auf sportlichem Wege nicht drin gewesen“, erklärte Rottmann.

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„Wir hätten uns das natürlich anders gewünscht, aber nun halten wir sozusagen auf dem Sofa die Klasse, so wie wir vergangene Saison auf dem Sofa aufgestiegen sind.“ Rottmann spielt damit auf das ausgefallene Meisterschaftsspiel in der vergangenen Saison an, als 1860 Minden nicht antrat und der TV Werne durch das 3:0 spielfrei die Meisterschaft feiern konnte.

Wie sich die Werner Damen und der Verein entscheiden, steht aber noch nicht fest. „Wir wollen in der kommenden Woche eine Telefonkonferenz mit dem Vorstand halten und dann besprechen, ob wir den Antrag zum Verbleib in der Oberliga stellen“, erklärte Annika Böhle, erste Vorsitzende der TVW-Volleyballer.

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Sie war in der vergangenen Spielzeit auch Kapitänin des Teams, wird in der kommenden Saison aber nicht mehr auflaufen. Die Entscheidung für einen Ligaverbleib ist auch davon abhängig, wie es mit dem Rest des Teams weitergeht. Aktuell sieht es so aus als bliebe die Mannschaft beisammen, weswegen Böhle einen Verbleib in der Liga als sehr wahrscheinlich einschätzt.

Darüber hinaus hat der TV-Vorstand auch noch die Aufgabe, einen neuen Trainer zu finden. Nachdem sich der TV Werne von Thomas Kubiak trennte, gibt es Ideen, eine interne Lösung in Kooperation mit dem Werner SC zu finden. Möglich wäre ein Trainergespann aus Bronek Bakiewicz und Philipp Zurwieden. Auch dazu wird es aber erst in den kommenden Wochen Klarheit geben. Trainieren kann der Klub aktuell ohnehin nicht.

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