Nach siebten Sieg in Serie: Eintracht Werne bleibt dem SVE Heessen weiter auf den Fersen

hzEintracht Werne

Aus der gewünschten Tabellenführung wurde nichts. Dennoch kann die Eintracht nach dem 2:0 gegen Wiescherhöfen II zufrieden sein. Die Evenkämper und Heessen bewegen sich im Gleichschritt.

von Marcel Schürmann

Werne

, 27.10.2019, 20:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Menge Arbeit steckte in dem 2:0-Erfolg des ambitionierten Fußball-A-Ligisten Eintracht Werne gegen die Zweitvertretung des TuS Wiescherhöfen. Denn die abstiegsbedrohte Landesliga-Reserve machte ein ordentliches Spiel und agierte keineswegs wie ein Abstiegskandidat.

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Eintr. Werne - Wiescherhöfen II

2:0 (1:0)

Am Ende hat es die favorisierte Elf von Mario Martinovic ganz schön spannend gemacht. „Im zweiten Durchgang haben wir 15 Minuten lang gewackelt. Wir hatten vorher aber schon gute Chancen, um den Sack zuzumachen“, sagte ein erleichterter Eintracht-Coach Mario Martinovic. „Joker“ Deniz Ünal hatte erst in der 86. Minute für die Entscheidung gesorgt. Einen schön herausgespielten Konter veredelte der eingewechselte Ünal mit dem Treffer zum 2:0-Endstand.

Sekunden zuvor wurde es brenzlich im Eintracht-Strafraum, als Tunahan Sari zur Grätsche ansetzte. Aufschrei im Lager der Wiescherhöfener, doch der Elfmeterpfiff blieb aus. „Ball gespielt. Alles gut“, sagte Martinovic später mit einem Schmunzeln. „Wir hätten hier auch das 1:1 kriegen können.“

Die Latte rettet Rafalski und Co.

Beispielsweise als TuS-Akteur Oliver Bruns aus fünf Metern die Latte anköpfte und den Ausgleich um Haaresbreite verpasste (81.). „Das war aber die einzige wirkliche Chance von Wiescherhöfen. Es war ein richtiger Arbeitssieg. Ich glaube, die Jungs sind ganz schön platt nach diesem Spiel auf dem tiefen Boden“, so Martinovic weiter.

Den ersten Durchgang gestaltete die Eintracht sehr druckvoll, eroberte früh die Bälle und kam oft zum Abschluss. Nach einer Viertelstunde vergab zunächst Enes Akyüz per Kopf, den Nachschuss setzte Cem Bozkurt aus bester Position übers Tor (15.). Oft scheiterte die Martinovic-Elf am letzten Pass. Pech hatte auch Sari, der nach 37 Minuten nach einer Ecke ebenfalls die Latte anvisierte. Nur wenige Minuten später war es dann aber soweit: Kapitän Akyüz fasste sich ein Herz, zog aus 20 Metern ab. Der Ball schlug per Bogenlampe zum umjubelten 1:0 ein (41.) – die verdiente Pausenführung.

Im zweiten Spielabschnitt erwachten auch die Gäste, die sich immer wieder vor das Tor von Daniel Rafalski kombinierten. Der hatte bei den gelegentlichen Abschlüssen aber keine Mühen, die Schüsse zu entschärfen. Nur einmal war Rafalski schon geschlagen, doch dann rettete die Latte für ihn.

Akyüz vergibt die Entscheidung vom Punkt

Die Eintracht hätte einen durchaus entspannteren Nachmittag haben können, schließlich gab es in der 72. Minute auch einen Handelfmeter für die Platzherren. Akyüz trat an, doch sein schwacher Schuss landete in den Armen von TuS-Schlussmann Tobias Harbach – nicht der erste Elfmeter, den der Kapitän in dieser Saison verschossen hat.

Hinten raus erspielten sich die Evenkämper noch eine Vielzahl an Chancen, doch Tore fielen nach dem 2:0 keine mehr. Die Chancenverwertung war daher auch das Einzige, das Martinovic zu bemängeln hatte. Ansonsten gab es ausschließlich Lob nach dem starken Auftritt seiner Mannschaft; „Wir sind den Gegner 90 Minuten lang gut angelaufen. Wichtig ist, dass wir sehr gut aufgetreten sind und die drei Punkte geholt haben.“ Durch den Dreier bleibt die Eintracht dem Ligaprimus SVE Heessen weiter auf den Fersen. Die beiden Teams trennt weiterhin lediglich ein Zähler (Eintracht 25, Heessen 26).

Eintracht: Rafalski – Sari, Akyüz, Martinovic, Bulut, Adas (89. Griskevic), Karaca, Kozlik (73. D. Ünal), Souita (90. Kocabas), Bozkurt, S. Ünal

Tore: 1:0 Akyüz (41.), 2:0 D. Ünal (86.)

Bes. Vorkommn.: Gelbe Karte für Trainer Martinovic wegen vermeintlichen Meckerns (30.), Akyüz verschießt Handelfmeter (72.)

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