Nils Rospek und Leif Brüggendieck verlassen die LippeBaskets mit einem weinenden Auge

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Nach zwei äußerst erfolgreichen Jahren in Werne geht es für die beiden Basketballer nun zurück ins Ruhrgebiet. Der Abgang fällt beiden aber besonders schwer.

von Nico Ebmeier

Werne

, 27.05.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die beiden Basketballer der LippeBaskets Werne Nils Rospek und Leif Brüggendieck zieht es wieder zurück in ihre Heimat. Wegen des Coronavirus bekommen die beiden nicht mal mehr einen vernünftigen Abschied. Darüber und was ihr Abschied nun für die Rider-Clique bedeutet erzählen die Noch-Werner im Interview mit Mitarbeiter Nico Ebmeier.

Nils Rospek und Leif Brüggendieck, wie sieht denn jetzt Ihre Zukunft aus? Spielen Sie weiter Basketball?

Rospek: Basketball ist sportlich gesehen meine große Leidenschaft und ein paar Jahre sind noch im Tank. Daher sind Leif und ich mit ein paar Teams in Kontakt und werden beide nächste Saison auf jeden Fall noch spielen. Allerdings bei einem Team, welches nicht so viel Reiseaufwand erfordert. Wer weiß, vielleicht läuft man sich als Gegner in der Liga oder im Pokal ja doch noch mal über den Weg.

Brüggendieck: Ja, ich werde definitiv weiter Basketball spielen. Ich werde „erst“ 26 und wenn ich mir Nils angucke, der mittlerweile 32 ist und immer noch

spielt, denke ich, dass ich auch noch ein paar Jahre weiter spielen

werde. Dazu kommt, dass man nicht einfach mit Basketball aufhören kann.

Spätestens nach ein oder zwei Monaten kribbelt es wieder in den

Fingern und es zieht einen wieder in die Halle.

Gab es ein Spiel oder eine Zeit, an das oder die Sie sich besonders gerne zurückerinnern?

Rospek: Das ist definitiv das Spiel gegen Wulfen in der Ballspielhölle mit knapp 800 Zuschauern, wo wir uns mit einem starkem Team-Basketball am Ende knapp durchsetzen konnten. Das war wirklich eine bombastische Stimmung und dazu dann ein wirklich spannendes Spiel für die Zuschauer.

Brüggendieck: Ich denke, dass das Wulfen-Spiel nicht nur bei mir das Spiel ist, welches aus den letzten zwei Jahren am meisten im Gedächtnis bleibt. Die Halle

war picke packe voll, es war laut und ein super knappes Spiel. Mit

einer geschlossenen Teamleistung haben wir gewonnen und sind

Vizemeister geworden. Mehr muss man dazu glaube ich nicht sagen.

Nils Rospek (l.) sucht seine sportliche Heimat jetzt eher im Bochumer Raum.

Nils Rospek (l.) sucht seine sportliche Heimat jetzt eher im Bochumer Raum. © Matthias Kerk

Wie bitter ist es, dass Ihre Zeit in Werne jetzt durch das Coronavirus so plötzlich beendet ist?

Rospek: Das ist natürlich schon etwas bitter. Vor allem, weil das Spiel gegen Hamm auch noch angestanden hätte und wir als Team grade in einer guten Phase waren. Die Gesundheit steht aber natürlich im Vordergrund und daher war es nur richtig, die Saison zu beenden.

Brüggendieck: Es war natürlich sehr schade, dass es jetzt so abrupt beendet wurde. Es standen noch tolle Spiele an, auf die wir uns schon sehr gefreut hatten.

Besonders das Derby zuhause gegen Hamm wäre ein Highlight

geworden. Letztendlich war es aber richtig, dass der WBV in diesem Fall sehr

schnell gehandelt hat und den Spielbetrieb eingestellt hat, da die

Gesundheit aller natürlich über dem Sport steht.

Wieso werden Sie sich an die Zeit bei den LippeBaskets erinnern?

Rospek: Es waren definitiv viele coole Jungs dabei, mit denen sich auch Freundschaften entwickelt haben. Und natürlich die sportlichen Gegebenheiten rund um den Verein und die Halle.

Brüggendieck: Ich werde mich besonders an das tolle Team erinnern. Mit jedem

Einzelnen hat es Spaß gemacht zu spielen. Vor allem die

Jünglinge (Louis, Niko und Nils Brinkmann) waren immer für einen Spaß

zu haben aber auch die Fahrten mit unsere Riders-Clique waren immer

gut. Dabei sind letztendlich auch Freundschaften entstanden, die, auch

wenn wir jetzt nicht mehr in Werne spielen, bestehen bleiben werden.

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Ist der Wechsel jetzt das Ende der Rider-Clique?

Rospek: Nein Manni (Lennard Rupprecht) kenne ich bereits viele Jahre und war auch bei seiner Hochzeit. Lukas (Mersch) und Jan (König) kenne ich auch aus Bochumer Zeiten. Da wird man definitiv in Kontakt bleiben und auch nach dem Wechsel mal ein Auge darauf haben, was die Jungs so sportlich in Werne treiben.

Brüggendieck: Nein, natürlich nicht. Wir sehen uns dann zwar nicht mehr so oft, aber es wird trotzdem weiter Kontakt geben. Ich habe ja auch schon in

Bochum mit Manni und Mersch zusammen gespielt und kenne die

deshalb ja schon ein bisschen länger.

Leif Brüggendieck (r.) wird noch länger an die Werner Fans zurück denken.

Leif Brüggendieck (r.) wird noch länger an die Werner Fans zurück denken. © Isabell Michalski

Ihr Kapitän Lukas Mersch nannte die LBW-Anhänger „die besten Fans der Welt“. Würden Sie das auch unterstreichen?

Rospek: Definitiv gab es einen sehr, sehr starken Werner Block am Heimkorb. Da konnte man sich immer der Unterstützung sicher sein. Nur wenn man kein gutes Spiel hatte, gab es auch mal den ein oder anderen nicht so netten Zwischenruf. (lacht) Das ist auf jeden Fall lauter, als so manches Spiel in höheren Ligen.

Brüggendieck: Die Fans in Werne sind definitiv einzigartig. Ich denke, dass es in der Regionalliga keine vergleichbaren Fans gibt. Egal, welcher Gegner kam, es war immer schwer, gegen uns zuhause zu gewinnen, und das liegt zu einem sehr großen Teil an der tollen Unterstützung.

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