Planungen des SV Stockum stocken wegen Corona: „Eigentlich sind wir zufrieden mit dem Trainer“

Fußball

Bis zum Saisonende läuft der Vertrag von Jürgen Welp als Trainer beim SV Stockum. Wie es danach weitergeht, weiß noch niemand - und schuld daran ist das Coronavirus.

Werne

, 26.03.2020, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jürgen Welp hat beim SV Stockum Vertrag bis zum Saisonende.

Jürgen Welp hat beim SV Stockum Vertrag bis zum Saisonende. © Helga Felgenträger

Auch wenn man es an den Ergebnissen nicht messen kann - der Fußball-A-Ligist SV Stockum befand sich zuletzt im Aufschwung. Zwar steht der SVS mit sechs Punkten weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz, unter dem neuen Trainer Jürgen Welp zeigte sich das Team nach der Winterpause aber formverbessert.

Doch wie geht es nun weiter mit dem neuen Coach? Eigentlich hat Jürgen Welp lediglich einen Vertrag bis Saisonende und sollte dafür sorgen, dass die Stockumer sich noch aus dem Tabellenkeller befreien und den Klassenerhalt schaffen können. Doch wenn es nach dem Verein geht, soll es dabei nicht bleiben.

Eigentlich wollten Geschäftsführer Yassine Najih und der Sportliche Leiter Monim Bhihi zu diesem Zeitpunkt bereits in Gesprächen mit dem Trainer sein, der seine Arbeit bisher so gut gemacht hat. Eigentlich. Denn die Corona-Krise machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.

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„Natürlich wollten wir schon mit Jürgen über die Zukunft sprechen und darüber reden, wie es nach dieser Saison weitergehen soll“, erklärt Yassine Najih. „Aber es ist momentan schwierig. Wir wissen ja überhaupt nicht, wann es irgendwie wieder losgehen kann und für welchen Zeitpunkt wir planen.“

Dass sie den Trainer auch über das Saisonende hinaus halten wollen, ist für Yassine Najih aber klar. „Wir haben das schon in der Winterpause, als er gekommen ist, gesagt: Wir wollen nicht nur einen Trainer, der uns rettet“, so der Geschäftsführer. „Sonst hat man ja direkt wieder die nächste Baustelle, das bringt ja nichts.“

Und auch vonseiten des Trainers sei die Bereitschaft für ein langfristiges Engagement grundsätzlich da. „Er hat gesagt, dass er sich das prinzipiell auch vorstellen kann“, sagt Najih. „Sowieso ist er ein Trainer, der eher langfristig bei einem Verein bleibt, wenn die Zusammenarbeit stimmt.“

Guten Gesprächen scheint also nichts mehr im Weg zu stehen - mit Ausnahme des Coronavirus. „Wir überlegen uns gerade, wie wir das am besten machen können“, so Najih. „Eigentlich finden unsere Gespräche immer mindestens unter sechs Augen statt - das dürfte jetzt aber schwierig werden.“

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