Ploczicki spielt kommende Saison Regionalliga

Neuer Verein aufgestiegen

Der Fußball-Landesligist SV Herbern hat bei drei Punkten und 20 Toren Vorsprung auf die Abstiegsränge den Klassenerhalt so gut wie gesichert. Und wenn schon seine Mitspieler den fast sicheren Klassenverbleib nicht wie einen Aufstieg feierten – ein Herberner ist am Sonntag tatsächlich aufgestiegen.

HERBERN

, 26.05.2017, 15:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Setzt sich Robin Ploczicki (l.) in Rhynern durch, erwarten ihn neben Traditionsklubs wie Oberhausen, Essen oder Wattenscheid auch die U23-Teams von Borussia Dortmund, 1. FC Köln oder Borussia Mönchengladbach in der Regionalliga West.

Setzt sich Robin Ploczicki (l.) in Rhynern durch, erwarten ihn neben Traditionsklubs wie Oberhausen, Essen oder Wattenscheid auch die U23-Teams von Borussia Dortmund, 1. FC Köln oder Borussia Mönchengladbach in der Regionalliga West.

Ein überraschtes „Ach, echt?“ war schon die größte Gefühlsregung Robin Ploczickis, als er davon erfuhr, dass sein künftiger Klub Westfalia Rhynern in die Regionalliga aufgestiegen ist. Vom damals ambitionierten Oberligisten Anfang April für die kommende Saison verpflichtet, hatte Ploczicki nicht ernsthaft daran gedacht, dass es ihn ab Juli zu einem Verein der höchsten westfälischen Spielklasse zieht.

„Die Oberliga war schon ein Traum und für mich gefühlt das Maximum, das ich erreichen konnte. Dass es jetzt sogar die Regionalliga ist, ist unglaublich“, sagte der Kapitän nach dem Heim-Remis seines SVH gegen Coesfeld. Durch ein Tor des ehemaligen Dortmunder Profis Salvatore Gambino machte Rhynern am vorletzten Spieltag der Oberliga Westfalen den Aufstieg in die Regionalliga West perfekt.

Realistische Sicht

Für Robin Ploczicki heißen die Gegner ab der kommenden Saison nicht Mesum, Coesfeld oder Dülmen wie in der diesjährigen Landesliga-Saison. Und auch nicht Lippstadt, Rheine oder Brünninghausen in der geplanten ersten Oberliga-Saison. Sondern plötzlich Borussia Dortmund II, Alemannia Aachen, Rot-Weiß Essen und Rot-Weiß Oberhausen.

„Es wird nicht leicht, keine Frage. Ich wäre auch nicht beleidigt, wenn ich in der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga spielen müsste oder erstmal auf der Bank sitze“, sagte Ploczicki, schränkte aber ein: „Alle müssen sich neu beweisen. Das heißt: Auch ich werde meine Chance bekommen.“

Fokus liegt auf Familie

Westfalia Rhynern II spielt in der Bezirksliga 7. Der Liga, aus der Herbern für die neue Saison in Whitson (Drensteinfurt), Michael Schulte und Nikita Bassauer (Sendenhorst) neue Spieler verpflichtet hat. Auch wenn Ploczickis „Motivation sehr groß ist, Profi wird von uns keiner mehr. Der Fokus liegt bei mir tendenziell eher auf der Familie“, so der Herberner Blondschopf. Immerhin ist der Sprung von der Landesliga in die Regionalliga gewaltig. Doch gerade seine gezeigten Leistungen im Saisonendspurt – trotz Schmerzen und kaum Training – stimmen auch seine Mitspieler positiv, dass Robin Ploczicki auch drei Ligen höher eine Option wird für seinen baldigen Verein.

„Die Unterstützung der Jungs ist enorm und gibt mir Kraft – die stehen hinter mir. Da hat sich keiner negativ geäußert, weil ich den Verein verlasse“, erklärte Ploczicki. Und weil die Regionalliga dann doch noch ein Landesliga-Spiel und die Sommerpause entfernt liegt, betonte er: „Das Kapitel Rhynern ist mir jetzt aber auch egal, im Moment bin ich nur bei der Mannschaft.“

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