Reaktionen zum Sport-Lockdown: „Schade, dass man sich ohne Fußball gar nicht mehr sieht“

hzSport-Lockdown

Vier Wochen steht jetzt der Amateurfußball still - mindestens. Der Grund dafür ist die Corona-Pandemie. Bei den Vereinen ist die Stimmung gedrückt und die Meinungen sind gespalten.

Werne, Herbern

, 30.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Vereinen in der Umgebung kommt es vermutlich vor wie ein Deja-Vu - ähnlich wie im März sind die Tore der Sportplätze und -hallen aktuell zu. Mindestens für den November wird es keinen Amateursport geben. Die Trainer des SV Herbern II, Werner SC II und der Frauen des SV Herbern äußern sich nun dazu.

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Daniel Heitmann, Trainer des SV Herbern II: „Die Stimmung ist okay bei uns. Wir haben uns ja schon gedacht, dass das Spiel gegen Rinkerode erstmal unser letztes wird. Wir müssen das jetzt akzeptieren und es kann auch wirklich jeder verstehen. Schade ist nur, dass wir auch nicht mehr trainieren können, weil wir uns dann ja auch nicht mehr sehen können. Aber wir wissen alle, dass es nötig ist.

Daniel Heitmann wird seine Mannschaft vermissen.

Daniel Heitmann wird seine Mannschaft vermissen. © Döring

Was es uns sicherlich auch einfacher macht, ist die Tatsache, dass wir tabellarisch gut dastehen. Wären wir jetzt im Tabellenkeller, wäre es sicherlich härter. Aber so ist es okay. Ich glaube auch nicht, dass wir dieses Jahr nochmal starten. Es wird, denke ich, erst im Januar wieder losgehen.“

Marc Schwerbrock, Trainer des Werner SC II: „Für uns kommt es ja jetzt nicht ganz so plötzlich, weil wir ja schon zwei Wochen nicht mehr trainiert haben (im Kreis Unna gab es ein zweiwöchiges Sportverbot, Anm. d. Red.). Deswegen war das eigentlich schon abzusehen.

Marc Schwerbrock hat schon seit zwei Wochen Fußballpause.

Marc Schwerbrock hat schon seit zwei Wochen Fußballpause. © Johanna Wiening

Natürlich ist es ärgerlich und schade - es ist ja nun mal das Hobby und die Leidenschaft, die jeder hat. Aber das ist ja aktuell in allen Bereichen des Lebens so, dass Sachen flachfallen - da ist jeder betroffen. Der Fußball ist nur ein kleiner Bestandteil davon. Wir müssen das jetzt einfach so hinnehmen und ein bisschen zurückstecken. Wir hoffen, dass die Zahlen wieder runtergehen.“

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Detlef Mack, Trainer der Damen des SV Herbern: „Ich bin einfach nur frustriert. Wir waren gerade mal so richtig im Tritt und jetzt kommt sowas. Bei uns ist jede Woche eine richtig hohe Trainingsbeteiligung und jetzt frage ich mich, was wir machen sollen.

Detlef Mack hat wenig Verständnis für die Entscheidung der Politik.

Detlef Mack hat wenig Verständnis für die Entscheidung der Politik. © Helga Felgenträger

Ich verstehe da auch den ganzen Fußball nicht. Die Vereine machen alles, was sie können und kümmern sich um die Vorschriften. Und wir sind doch nur auf dem Platz, nicht mal in irgendeiner Halle. Dann könnte ich das ja noch verstehen. Aber gut, wir müssen das jetzt so akzeptieren.“

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