Reserve des SV Herbern verliert unglücklich nach Drei-Tore-Führung

Fußball: Kreisliga A

Im Derby gegen den SV Davaria Davensberg hat der SV Herbern II die Partie fest im Griff – bis zum Wendepunkt in der 68. Minute. Danach gerät das Spiel für die Blaugelben komplett aus dem Ruder.

Herbern

, 08.03.2020, 21:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch Kapitän Kilian Höring (l.) konnte den Einbruch des SV Herbern II gegen Davensberg nicht verhindern.

Auch Kapitän Kilian Höring (l.) konnte den Einbruch des SV Herbern II gegen Davensberg nicht verhindern. © Jura Weitzel


Als Maximilian Drews den SV Herbern II am Sonntagnachmittag mit einem präzisen Schlenzer in den Winkel des Gästetores mit 3:0 in Führung bringt, scheint der Sieg der Blaugelben gegen Davaria Davensberg sicher. 63 Minuten sind gespielt und der SVH kontrolliert das Spiel souverän. Doch zu Ende ist diese Partie noch lange nicht.

Kreisliga A2
SV Herbern II - SV Davaria Davensberg 3:4 (1:0)

Rückblick: Die Herberner Reserve bestimmt die Begegnung vom Start weg. „Die ersten zehn Minuten waren ein bisschen hektisch, aber ab da hatten wir alles gut im Griff“, berichtet Trainer Daniel Heitmann. „Wir haben wenig zugelassen, wenn dann über Standardsituationen, und waren selbst immer wieder gefährlich.“

Folgerichtig fällt die Führung: Nach einer Ecke kommt Kilian Höring an den Ball und schießt aus weniger als zehn Metern zur Führung ein (31.). Mit dieser 1:0-Führung ging es für den SVH in die Halbzeitpause.

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In Hälfte zwei zeigt sich ein ähnliches Bild. In der 60. Minute erhöht Nika Amoev mit einem Schuss aus der Drehung ins linke untere Toreck auf 2:0, vier Minuten später folgt das 3:0 durch Drews.

Doch dann kommt der große Bruch: Torschütze Drews, der bereits die Gelbe Karte gesehen hatte, kickt in der 68. Minute den Ball nach einem Pfiff mit der Fußspitze „drei, vier Meter“ weg – und sieht dafür wegen Ballwegschießens die zweite Gelbe; Ampelkarte, Platzverweis. „Das war schon eine harte Entscheidung, aber natürlich auch eine dumme Aktion“, fasst Heitmann zusammen. „Bis dahin haben wir ein super Spiel gemacht, dann haben wir komplett aufgehört zu spielen.“

Was nun folgt ist für den Trainer „absolut unfassbar und echt unerklärlich“: Die Herberner Reserve fällt völlig auseinander. Die Davensberger, die sich ihrem Schicksal schon mehr oder weniger ergeben hatten, fassen neuen Mut. Dennis Kreuzberg trifft für Davensberg zum 3:1, Jerome Willocks stellt mit einem Doppelpack binnen kürzester Zeit auf 3:3 (80./81.). In der 90. Minute landet nach einem umstrittenen Freistoßpfiff die folgende Hereingabe bei Anas Lotfi, der per Kopf das entscheidende 4:3 für Davensberg erzielt.

Wenig später ist das Spiel vorbei. 70 Minuten lang hatte die Herberner Reserve souverän geführt, nach dem Schlenzer von Maximilian Drews schien alles besiegelt. „Das Spiel war echt gefühlt vorbei, das war wirklich unglaublich“, berichtet Heitmann. Doch dann kam alles anders.

SVH II: Zurloh (46. Haarseim), Overs (63. Krysiak), Cangül, Kortendick, Paschedag, Gröne (71. Närdemann), Drews, Bergmann, Mangold, Amoev, K. Höring

Tore: 1:0 K. Höring (31.), 2:0 Amoev (60.), 3:0 Drews (64.), 3:1 Kreuzberg (70.), 3:2 Willocks (80.), 3:3 Willocks (81.), 3:4 Lotfi (90.)

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