Rückrundenstart nach Maß: SV Herbern gewinnt souverän gegen die SG Borken

hzFußball: Landesliga 4

Der SV Herbern gibt sich beim souveränen 3:0-Erfolg über die SG Borken keine Blöße. Doch bevor der Ligabetrieb wieder losging, zollten Spieler und Trainerteam einem der ihren Tribut.

Herbern

, 16.02.2020, 20:43 Uhr / Lesedauer: 2 min


Das erste Zeichen setzte der SV Herbern schon vor dem Anpfiff: Sämtliche Spieler sowie der Trainerstab betraten den Kunstrasen am Siepenweg in speziellen Trikots zu Ehren Vincent Sabes, der sich in der Vorbereitung im Testspiel gegen den SV Wilmsberg (1:2) erneut das vordere Kreuzband gerissen hatte. Auf der Brust stand: „Weil der SV Herbern zusammenhält!“ Die Rückseite las: „Ein Teil von uns - 16 - V. Sabe“.

Ein Zeichen von Klasse: Spieler und Trainerstab des SV Herbern begrüßen die SG Borken in besonderen Trikots zu Ehren des erneut am Kreuzband verletzten Vincent Sabe.

Ein Zeichen von Klasse: Spieler und Trainerstab des SV Herbern begrüßen die SG Borken in besonderen Trikots zu Ehren des erneut am Kreuzband verletzten Vincent Sabe. © Hendrik Nachtigäller

Trainer Holger Möllers erklärte: „Das kam aus der Mannschaft. Vinnie ist ein richtiger Typ im Team. Auch in dem Spiel, als das passiert ist, das war wie ein Bruch. Als die Spieler mitbekommen haben, dass es wohl ein Kreuzbandriss ist, waren die Jungs alle selbst fertig. Wir hoffen, dass wir ihn irgendwie anders einbinden können, er ist unheimlich wichtig für die Mannschaft. Ich finde das eine sehr schöne Aktion, die Verein und Mannschaft widerspiegelt.“

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SV Herbern - SG Borken 3:0 (2:0)

Beide Teams begannen am Sonntagnachmittag hochmotiviert und übten durch frühes Pressing einen hohen Druck aus. In den Anfangsminuten gab es kaum echte Chancen.

Doch nach und nach kristallisierte sich heraus, dass die Herberner mit diesem Druck besser umgehen konnten als die Gäste. Quirlige Aktivposten in der Vorwärtsbewegung waren dabei Stürmer Julian Trapp bei seinem ersten Saisoneinsatz und Joe Breloh auf der rechten Außenbahn, die auch im direkten Zusammenspiel immer wieder Räume für ihre Mitspieler schafften. Einen langen Ball Brelohs von Höhe der Mittellinie bis in den gegnerischen Strafraum fischte Gäste-Keeper Ive Burkhardt dem heransprintenden Sebastian Schütte vor der Nase weg (20.).

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Nun fand sich der SVH immer besser zurecht und kombinierte gerade auf den Außenbahnen ansehnlich. Dass das 1:0 fallen sollte, war folgerichtig: Wieder war es Breloh, der mit einer Hereingabe von der rechten Seite für Gefahr sorgte – und diesmal den mitaufgerückten Johannes Richter auf Höhe des langen Pfostens fand, der per Kopf über Borkens Keeper Burkhardt hinweg zum 1:0 traf (28.).

Das 2:0 folgte nur elf Minuten später: Breloh, Schütte und Rechtsverteidiger Eric Sabe, Bruder des verletzten Vincent, steckten bei aussichtsreicher Freistoßposition halblinks gut 20 Meter vor dem Tor die Köpfe zusammen. Breloh und Schütte liefen am Ball vorbei – und Sabe beförderte den Ball kraft- wie gefühlvoll direkt ins lange Eck (39.). 2:0 für den SVH.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber die tonangebende Mannschaft, doch nun kam deutlich mehr Schärfe ins Spiel. Während die Herber drei Gelbe Karten, alle in Hälfte zwei, sahen, waren es bei der SG Borken derer sechs – wobei eine davon die zweite Gelbe und damit den Platzverweis eines Borkeners bedeutete (73.).

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Übermäßig viel Gegenwehr konnten die Gäste nun nicht mehr leisten. Folgerichtig belohnte sich der starke Julian Trapp in der 84. Minute mit dem Treffer zum 3:0-Endstand – Torpremiere im ersten Saisoneinsatz für den SVH.

„Wir wollten die Kontrolle bewahren und kein Risiko spielen mit irgendwelchen Bällen ins Zentrum, sondern sicher aufbauen. Das haben die Jungs schon gut gemacht“, lobte Holger Möllers nach dem Abpfiff. „Vom Pressen, vom Spielwitz, von guten Passkombinationen her haben wir vieles von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, erklärte Möllers zufrieden.

Und weil der Werner SC beim TuS Altenberge nicht über 1:1 hinauskam, rücken die Herberner nach dem Sieg am Lokalrivalen vorbei auf Tabellenrang vier.

SVH: Fenker - Dubicki, Richter, Sabe (84. Amoev), Schütte (76. Scholtysik), Breloh, Just, Trapp, Vogt (60. Sobbe), Höring, Airton (76. Lünemann)

Tore: 1:0 Richter (28.), 2:0 Sabe (39. 3:0 Trapp (84.)

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