Skurriler Grund sorgt für Spielabbruch zwischen TSC Hamm und Eintracht Werne

hzFußball: Kreisliga A

Bis zur 79. Minute ging es, dann brach Schiedsrichter Christian Peske die Partie zwischen dem TSC Hamm und Eintracht Werne ab. Der Grund ist ein wenig skurril - war aber vorhersehbar.

von Marcel Schürmann

Werne

, 17.11.2019, 19:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es zeichnete sich bereits zur Halbzeitpause ab, dass dieses Spiel wohl nicht bis zum Ende laufen würde. Die Dämmerung setzte bereits ein, als die beiden Mannschaften für die zweiten 45 Minuten zurück auf den Platz kamen. Am Ende sollten sie nur noch 33 Minuten weiterspielen.

Kreisliga A1
TSC Hamm - Eintracht Werne Abbruch

Nach 78 gespielten Minuten blies Schiedsrichter Christian Peske (Bönen) drei Mal in seine Pfeife. Abbruch beim Stand von 1:1. Schnell bildete sich eine Spielertraube um den Referee. Der Tenor der Hammer Spieler: „Lass uns doch noch zehn Minuten weiterspielen.“ Doch Peskes Entscheidung stand.

Die Proteste bei der Eintracht hielten sich in Grenzen. Die stark ersatzgeschwächten Evenkämper – dem Team fehlten neben dem erkrankten Coach Mario Martinovic neun Spieler – konnten mit dem verfrühten Abpfiff sehr gut leben. Wohlwissend, dass die Partie aller Voraussicht nach neu angesetzt werden würde. Beim TSC machte sich jedoch Ratlosigkeit breit. Ob das Spiel komplett neu angesetzt oder lediglich für die letzten noch zu spielenden Minuten angepfiffen wird – das war zu diesem Zeitpunkt noch völlig unklar.

„Der Schiri meinte, er sieht nichts mehr. Dabei haben wir ihn vorher darauf aufmerksam gemacht, dass es schnell dunkel wird und er nicht so lange Halbzeitpause machen soll. Aber er hat die 15 Minuten durchgezogen und pfeift dann das Ding eine Viertelstunde vor Schluss ab. Das müssen wir jetzt so akzeptieren“, nahm TSC-Trainer Erdal Akyüz Peskes Entscheidung leicht zähneknirschend hin. Und weiter: „Wir waren drauf und dran, Werne zu schlagen. Denen spielt es jetzt natürlich in die Karten. Bis zum Nachholspiel kommen bei denen sicherlich viele Verletzte zurück.“

Wernes Abwehrrecke Aykut Kocabas, der Martinovic als Spielertrainer vertrat, hatte Verständnis für den Abbruch: „Vielleicht hätten wir noch zehn Minuten spielen können. Aber es wäre doch sehr bitter gewesen, wenn durch die Dunkelheit ein spielentscheidender Fehler passiert wäre. Dann wären beide Teams sauer gewesen. Ich denke, so ist es schon okay.“

Für Schiedsrichter Peske selbst standen nicht etwaige Fehler im Vordergrund, die Partie abzubrechen. „Es war ein hartes Spiel, am Ende war es im Dunkeln einfach zu gefährlich. Die Gesundheit der Spieler geht vor“, sagte er.

Die Partie wird nun nachgeholt – und komplett neu angepfiffen. Wann, steht noch nicht genau fest. Laut fussball.de soll es der 15. Dezember sein. Schiedsrichter Peske ging nach dem Abbruch vom kommenden Samstag aus.

Serkan Adas hatte bei dem Abbruchspiel durch einen Foulelfmeter für die schnelle Gästeführung gesorgt (3.), nach einer halben Stunde glich der TSC durch ein Kopfballtor nach einem Freistoß aus. Ärgerlich: Der TSC baut derzeit eine Flutlichtanlage. Die hätten sie am Sonntag bereits gut gebrauchen können.

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