SV Herbern bestreitet gute Tests - muss aber wohl monatelang auf Abwehrspieler verzichten

hzFußball: Testspiel

Eine Niederlage und ein Unentschieden gab es beim Testspiel-Doppelpack gegen den SV Wilmsberg und den FC Iserlohn für den SV Herbern. Trainer Holger Möllers sah nur ein Manko bei den Spielen.

Herbern

, 26.01.2020, 19:04 Uhr / Lesedauer: 2 min


Besonders gegen den Westfalenligisten FC Iserlohn verkaufte sich der SV Herbern am Sonntag mehr als ordentlich. Bei der Niederlage gegen Bezirksligist Wilmsberg verletzte sich ein Pechvogel womöglich schwer.

Testspiel
SV Herbern - FC Iserlohn 2:2 (1:1)

„Wir haben zehn Minuten gebraucht, um ins Spiel zu finden, aber nach den zehn Minuten waren wir auch präsent im Zweikampfverhalten und einen Tacken schneller“, erklärte der zufriedene Möllers nach dem Abpfiff.

Von diesem Moment an kamen die Herberner besser ins Spiel und hatten in Person von Sebastian Schütte (8./19.) und Patrick Sobbe (11.) bereits einige Möglichkeiten, ehe Schütte in der 23. Minute im dritten Anlauf aus kurzer Distanz per Nachschuss die Führung erzielte.

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Auch die zweite Hälfte begann hart umkämpft, beide Teams pressten früh und liefen viel. Doch den besseren Start erwischte erneut Iserlohn, und belohnte sich diesmal: Per Distanzschuss von außerhalb des Strafraums traf Lukas Abufaiad Mertens zum 1:1-Ausgleich (51.).

Nun war auch der SVH wieder auf dem Posten und erspielte sich mehrere Möglichkeiten, wenn auch zunächst ohne zählbaren Erfolg. In den letzten 20 Minuten erhöhten die Blau-Gelben noch einmal den Druck im Pressing – und brachte den Ball im Iserlohner Tor unter.

Marcel Scholtysik, eine knappe Viertelstunde zuvor eingewechselt, schloss im Strafraum ab, allerdings ohne viel Wucht. Doch FCI-Keeper Alexander Schmale und seine Vordermänner behinderten sich gegenseitig – und der ursprünglich wenig gefährlich scheinende Ball rollte ins Tor (77.).

Denkbar bitter musste der SVH noch den Ausgleich hinnehmen: Dem eingewechselten Keeper Timo Zurloh versprang der Ball nach einem Rückspiel bei der Annahme – Iserlohns Torjäger Lukas Lenz setzte den Torwart unter Druck, nahm ihm das Spielgerät ab und traf mit der letzten Aktion des Spiels zum Ausgleich (90.).

„Wir können das Tempo eines Westfalenligisten mitgehen“, resümierte Trainer Möllers. „Wir müssen es nur noch hinkriegen, aus den gegebenen Möglichkeiten eine bessere Chancenverwertung zu holen, das war gestern und heute so. Wenn wir das hinbekommen, sind wir auf dem richtigen Weg.“

Herbern: Fenker (46. Zurloh), Dubicki, Richter, E. Sabe, Krampe, Schütte (61. Scholtysik), Just, Sobbe, Trapp (61. Hoenhorst), Höring (76. Vogt), Airton

Tore: 1:0 Schütte (21.), 1:1 (51.), 2:1 Scholtysik (77.), 2:2 (90.)

Testspiel
SV Herbern - SV Wilmsberg 1:2 (1:0)

Auch mit dem Auftritt seiner Leistung gegen Bezirksligist Wilmsberg am Samstag war Möllers zufrieden. „Wir haben das Spiel sehr intensiv geführt, sodass wir dem Gegner in den ersten 60 Minuten kaum Luft gelassen haben“, berichtet der Coach. Das Gegenpressing klappte hervorragend. In der zweiten Halbzeit habe man dann „zwei Fehler gemacht“.

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Besonders bitter: „Ich glaube, dass es eine Schlüsselsituation gab, die für viele ein kleines Kopfkino war: Wir mussten Vincent Sabe wieder verletzt auswechseln, eventuell hat er wieder einen Kreuzbandriss. Das hat die Jungs schon runtergezogen“, berichtet Möllers. „Aus dem Grund: Ich bin absolut zufrieden mit beiden Tagen, wir sind noch mitten in der Vorbereitung, es soll auch noch nicht alles klappen.“

Herbern: Fenker, Richter (46. Lünemann), Cangül (71. Airton), E. Sabe (59. V. Sabe), Schütte (64. Drews), Just (46. Dubicki), Amoev, Vogt (71. Höring), Scholtysik, Hoenhorst (55. Trapp), Idczak

Tore: 1:0 Idczak (38./Strafstoß); 1:1 (55.), 1:2 (84.)

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