SV Herbern verliert bei Philip Justs Rückkehr in die alte Heimat

hzFußball: Landesliga 4

Mit 1:3 unterliegt der SV Herbern am Sonntag gegen den VfL Senden. Für Philip Just war es eine schwierige Rückkehr in die alte Heimat. Und eine, die er sich anders vorgestellt hatte.

Herbern

, 20.10.2019, 20:05 Uhr / Lesedauer: 2 min


Landesliga 4
VfL Senden - SV Herbern 3:1 (0:1)

Den Schock musste Philip Just nach dem Spiel erstmal verdauen. Mit 1:0 hatten die Herberner zur Halbzeit noch geführt. Der 20-jährige Linksverteidiger hatte den Ball in die Mitte geflankt, wo zuerst niemand verwandeln konnte. Nach einem Durcheinander schloss Joe Breloh zum bis hierhin verdienten 1:0 für die Herberner ab (35.). „Wir haben ein gutes Spiel gemacht in der ersten Halbzeit und verdient geführt“, befand Philip Just.

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Und auch die zweite Halbzeit begann nicht schlecht. Die Sendener wurden zwar deutlich aktiver, doch die Abwehr des SVH ließ nur wenige Möglichkeiten zu. Bis zur 57. Minute, als Hendrick Heubrock einen Distanzschuss aus dem Nichts zum Ausgleich verwandelte. Für die Herberner war das ein Schlag, von dem sie sich nicht so leicht erholten. Fortan spielten nur noch die Gastgeber und die Herberner konnten nur zusehen, wie Senden eine Möglichkeit nach der anderen hatte. „Senden hat uns höher angelaufen und wir haben dann zu simple Fehler gemacht und uns verunsichern lassen. Dann war es irgendwann auch Kopfsache“, erklärte Just.

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Das zeigte sich auch beim Freistoß der Sendener in der 63. Minute, den Rabah Abed zur Führung verwandelte. „Wir haben da einfach nicht richtig aufgepasst“, monierte Philip Just. Nach dem 2:1 für den Gastgeber war das Spiel für die Herberner gelaufen. Daran änderten auch die Einwechslung von Nika Amoev, der im Pokal noch getroffen hatte, und Luis Krampe nichts mehr. Kurz vor Schluss machte Tim Castelle den Deckel drauf und erhöhte zum 3:1 für den Gastgeber (90.).

„Aufgrund der zweiten Halbzeit war es ein verdienter Sieg für Senden“, stellte Philip Just klar. Auch Ausreden wie das Wetter wollte Philip Just nicht gelten lassen: „Damit müssen ja beide Mannschaften klarkommen. Es ist irgendwann eine Frage des Willens und des Einsatzes.“

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Dass die Rückkehr in die alte Heimat, wo er in den vergangenen beiden Saisons gespielt hat, nicht nur mit einer schmerzaften Niederlage verbunden war, zeigte sich nach dem Abpfiff. Viele alte Weggefährten kamen auf ihn zu, es gab viele herzliche Umarmungen mit alten Mitspielern. „Ich habe mich in Senden super wohlgefühlt und war teilweise sechsmal die Woche hier. Das ist natürlich eine Heimkehr“, erzählte er. „Aber ich bin in Herbern absolut glücklich und die Entscheidung habe ich ja aus gutem Grund getroffen.“

Der 20-Jährige wollte nach Abpfiff schon nach vorne auf das Spiel gegen Ahaus gucken: „Da haben wir eine Chance, gegen einen Gegner, den wir schlagen können. Das müssen wir nutzen.“

SV Herbern: Haarseim - Dubicki, Richter, Sabe, Whitson, Just, Breloh, Scholtysik, Höring, Lünemann. Airton

Tore: 0:1 Breloh (35.), 1:1 (57.), 2:1 (63.). 3:1 (90.)

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