Der SV Herbern verliert einen wichtigen Leistungsträger

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Kurz vor Ende der Abmeldezeit gab es am Dienstag einen Paukenschlag beim SV Herbern. Ein wichtiger Leistungsträger verlässt den Verein in Richtung Westfalenliga.

Herbern

, 01.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich war beim SV Herbern so weit alles geklärt. Robin Schwick und Dennis Närdemann sollten die einzigen beiden Neuzugänge sein, Dennis Idczak der einzige Abgang beim Fußball-Landesligisten. Nun kommt noch ein weiterer Abgang dazu, der die Herberner besonders schmerzt.

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Lange hatte Top-Torjäger Whitson mit einer Entscheidung gewartet. Jetzt steht fest: Der 31-Jährige verlässt den SV Herbern. In der kommenden Spielzeit wird er für Westfalia Kinderhaus auflaufen, der ehemalige Ligakonkurrent des SVH und baldiger Westfalenligist.

Whitson wird in der neuen Saison für Westfalia Kinderhaus stürmen.

Whitson wird in der neuen Saison für Westfalia Kinderhaus stürmen. © Jürgen Weitzel

Für den SV Herbern bricht damit eine große Stütze in der Offensive weg. Whitson hatte in den vergangenen drei Jahren für beständige Torgefahr gesorgt und war auch am Kreispokalsieg 2019 entscheidend beteiligt. In der abgebrochenen Spielzeit reichte es für sieben Treffer.

Nun wird Whitson nicht mehr in Gelb-Blau auf dem Platz stehen. „Er hat uns das am Sonntag mitgeteilt, dass er gehen wird“, berichtet Trainer Benjamin Siegert. „Für Whitson ist das der nächste Schritt. Da kann man ihn nur beglückwünschen und ihm wünschen, dass er auch in der Westfalenliga seine Spielzeit bekommen wird.“

Kein böses Blut zwischen Whitson und dem SV Herbern

Böses Blut gab es zwischen Verein und Spieler nicht. „Das ist ja eigentlich für den Verein eher ein gutes Zeichen“, sagt Siegert. „Es ist immer etwas Positives, wenn Herberner Spieler höherklassig sind. Das zeigt ja, dass das hier gute Jungs sind, und macht andere Verein da auch durchaus drauf aufmerksam.“

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Ludger Staar berichtet von den Gründen für Whitsons Abschied: „Es geht da um finanzielle Dinge, die wir hier nicht leisten können. Bei Whitson sind ja auch Angelegenheiten gefragt, die über den Fußball hinaus gehen. Wir haben ihm unsere Hilfe angeboten.“

Und was macht der SV Herbern nun ohne seinen Top-Torjäger? Wird der Verein nochmal auf dem Transfermarkt aktiv? „Die Überlegung haben wir eigentlich nicht, Whitson zu ersetzen“, sagt Benjamin Siegert. „Wir wollen Stand jetzt mit dem aktuellen Kader in die neue Saison gehen.“

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Das sei auch eine Chance für die anderen Spieler. „Wir haben ja durchaus in der Offensive viele starke Jungs, die da spielen könnten. Da mache ich mir mit unserem Kader keine Sorgen“, so der Trainer. Positionsgetreu ersetzen könnte ihn Nika Amoev, der zuletzt immer die Jokerrolle innehatte.

Komplett ausschließen will Benjamin Siegert einen Last-Minute-Transfer aber nicht. Er sagt: „Wir suchen nicht aktiv nach einem Spieler. Wenn sich jetzt aber jemand anbietet, der bei uns spielen will, werden wir uns damit sicherlich beschäftigen. Von uns aus ist aber nichts geplant.“

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