Systemumstellung hilft Werner SC zum Sieg im ersten Testspiel

Fußball: Testspiel

Mit einem 2:1-Sieg gegen den SV Hilbeck ist der Werner SC in die Testspiel-Phase gestartet. Doch bis es dazu kam, brauchte es viel Arbeit und eine Umstellung.

Werne

, 21.07.2019, 21:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Systemumstellung hilft Werner SC zum Sieg im ersten Testspiel

Daniel Durkalic (vorne) erzielte den 1:1-Anschlusstreffer für den Werner SC im Testspiel gegen den SV Hilbeck.greis (A) © Christian Greis

Während die meisten Fußball-Teams schon drei, vier Testspiele hinter sich haben, ist der Werner SC erst am Sonntag in die heiße Phase der Vorbereitung gestartet. Mit Erfolg: Im ersten Testspiel der Saison langte es für den Landesligist zu einem späten 2:1 (0:1)-Sieg gegen den SV Hilbeck.

Freundschaftsspiel

Hilbeck – Werne

1:2 (1:0)

Dabei sah es nach der ersten Hälfte nicht nur auf dem Papier schlecht aus für den Werner SC: Bereits seit der 22. Minute lag man durch ein Tor von Philipp Schnettker mit 0:1 hinten. Entstanden ist das Tor durch einen „katastrophalen Ballverlust“ (O-Ton WSC-Trainer Lars Müller). Der Landesligist Hilbeck reagierte auf so viel Leichtsinnigkeit sofort. Nicht das einzige Manko in Hälfte eins bei den Wernern.

„Zu viele schlechte Entscheidungen“

„Wir haben zu viele schlechte Entscheidungen getroffen und waren taktisch nicht gut“, resümiert Trainer Lars Müller die erste Halbzeit. Die Konsequenz folgte auf dem Fuße: Müller stellte in der zweiten Hälfte um. Eigentlich war der WSC mit einem 4-4-2-System ins Spiel gestartet. „Es ist ein einfaches System zum Spielen“, findet Müller nämlich. Doch habe das System seiner Meinung nach nicht zum Gegnergepasst.

In die zweite Halbzeit ging es deswegen mit einem 3-4-3-System. Eine Umstellung mit Erfolg: Der Werner SC kam mit den neuen Anforderungen besser klar. Das lobte auch Lars Müller: „Wir waren laufstärker und haben gut kombiniert. Wir haben uns insgesamt einfacher wohler gefühlt.“ Vor allem konditionell habe seine Mannschaft überzeugt. „Da waren wir nach hinten raus besser als der Gegner“, so Müller. Dennoch habe man gemerkt, dass es das erste Spiel für den WSC in dieser Vorbereitung war.

Spiel in 5 Minuten gedreht

Die Veränderungen in Hälfte zwei machten sich schlussendlich dann auch im Ergebnis bemerkbar. Doch bis es so weit war, mussten die Werner lange warten. Denn erst in der 82. Minute erzielte Daniel Durkalic den lang ersehnten Ausgleich. Durch eine Balleroberung im Mittelfeld lief Durkalic in Richtung Hilbecker Tor, legte dann aber rüber auf Jannis Vertgewall. Anstatt selber zu verwandeln, legte er noch mal quer zurück auf Durkalic, der nur noch einschieben musste – 1:1. bIn der 87. Minute besorgte Jussef Saado den 2:1-Siegtreffer durch eine schöne Kombination mit Jannik Prinz und drei abgewehrte Schussversuche.

Für die Saison wünscht sich Müller natürlich, dass die Spiele eher so verlaufen wie in Halbzeit zwei: „Wir müssen wieder flexibler werden. Es gibt noch einiges für uns zu tun.“

Eingesetzte Spieler Werne: Linke, Hoppe– Link, Stöver, Lachowicz, Saado, Durkalic, Runde, Poggenpohl, Goletz, Vertgewall, Prinzm Holtmann, Niewalda, Nemitz.

Tore: 1:0 Schnettker (22.), 1:1 Durkalic (82.), 2:1 Saado (87.)

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