TV Werne-Frauen feiern ersten Heimsieg der Saison, Herren des WSC verlieren knapp

Volleyball: Ergebnisse

Da ist er endlich – der erste Heimsieg der laufenden Spielzeit: Dem TV Werne glückte gegen den SC Hennen eine starke Leistung. Beim Werner SC war es hingegen unglücklicherweise knapp.

von Juri Kollhoff

Werne

, 23.02.2020, 17:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Volleyballerinnen des TV Werne haben am Wochenende den ersten Heimsieg der Saison gefeiert.

Die Volleyballerinnen des TV Werne haben am Wochenende den ersten Heimsieg der Saison gefeiert. © Jura Weitzel (A)

Damen, Oberliga
TV Werne – SC Hennen 3:0 (25:23, 25:20, 29:27)

Werne machte sein bisher bestes Saisonspiel vor heimischem Publikum. Die Damen agierten mit langen Angriffen, die zu vielen direkten Punkten führten und dem Klub einen soliden Vorsprung in den ersten beiden Sätzen einbrachten. Die Führungen konnte der TVW dieses Mal auch behaupten, sodass nach zwei Sätzen der erste Punktgewinn bereits eingetütet war.

Nach einer schwächeren Phase im dritten Satz konnte der TVW noch einen Siebenpunkte-Rückstand egalisieren. Die zunächst wacklige Annahme stabilisierte sich in der entscheidenden Phase, sodass der TV Werne den Rückstand zu einem denkbar knappen 29:27-Erfolg drehen konnte.

„Dass wir das Spiel gegen den Tabellenvierten, der noch die Chance hat aufzusteigen, gewinnen war nicht zu erwarten“, sagt der stolze Trainer Thomas Kubiak. „Jetzt geht es aber weiter, nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Samstag fahren wir nach Datteln und wollen hier wieder ein gutes Spiel machen.“ Die drei Punkte in Datteln benötigt der TV Werne, um seine geringen Chancen auf den Klassenerhalt weiterhin zu wahren. Immerhin hat Werne den letzten Tabellenplatz verlassen und Datteln überholt. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt weiterhin fünf Punkte. In den letzten vier Spielen sind noch zwölf Punkte zu vergeben, weswegen jetzt jedes Spiel entscheidend ist.

Kubiak setzte bei dem herausragenden Sieg fast seinen gesamten Kader ein. Einziger Wermutstropfen war die Verletzung der bis dahin stark aufspielenden Jana Reininghaus. Das Kollektiv konnte ihren Verlust im Spiel allerdings gut kompensieren. Wielange sie ausfällt, ist noch unklar. Eine besonders überzeugende Leistung lieferte Diagonalangreiferin Chiara Grewe ab, die an den meisten Punkterfolgen beteiligt war.

TV Werne: Marla Bergmann, Nora Krock, Annika Patzdorf, Eva Kubiak, Chiara Grewe, Jenny Böttger, Steffi Buhl, Jana Reininghaus, Mira Struwe, Annika Böhle, Leia Budde, Theresa Rottmann

Landesliga 5
Werner SC – PSV Bochum 2:3 (19:25, 25:19, 22:25, 25:22, 12:15)

Das Spiel war geprägt von Höhen und Tiefen. Sehenswerte Aktionen im Angriff wechselten sich immer wieder mit Eigenfehlern ab, die dem WSC einige Punkte kosteten. Der Spielauslegung beider Teams war von Grund auf verschieden.

Während Bochum seine Punkte vor allem über seine großen Mittelangreifer erzielte, machte Werne das Spielfeld breiter und punktete über seine Außen- und Diagonal-Angreifer. Größtes Manko im Werner Spiel war der Mittelblock, weswegen Bochum in diesem Bereich auch so erfolgreich war. Immerhin waren Aufschlag und Annahme stabil, weswegen Werne lange Zeit dagegenhalten konnte. Das reichte gegen den erfahrenen PSV aber nicht aus. „Es ist einfach ärgerlich zu sehen, dass wir das Spiel verlieren, weil teils leichte taktische Vorgaben nicht umgesetzt werden. Vor allem im Angriff und im Verteidigungsverhalten haben wir dieses Spiel verloren, das wir in Normalform gewinnen müssen“, sagte Trainer Bronek Bakiewicz.

Trotz der Niederlage konnte der WSC dank des Punktes den vierten Platz einnehmen. Der Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz ist allerdings auf vier Punkte und geschrumpft. Auf den Relegationsplatz sind es nur zwei Punkte, weswegen der WSC kommende Woche gegen den weiteren direkten Konkurrenten Vogelsang-Berchum unbedingt punkten muss.

Werner SC : Philipp Zurwieden, Robert Zurwieden, Stephan Hoppe, Christian Hoppe, Timo Rinschede, Hauke Franek, Marcel Berges, Tristan Mai

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