TV Wernes Trainer Axel Taudien vor dem Derby: „Ist mir egal, wie - Hauptsache, wir gewinnen“

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Handball-Bezirksligist TV Werne reist an diesem Freitagabend zum Derby bei HC TuRa Bergkamen II. Im Interview spricht Trainer Axel Taudien über die Handball-EM, Parallelen zur Bezirksliga und das Derby.

Werne

, 16.01.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An diesem Freitag tritt Handball-Bezirksligist TV Werne die kurze Reise zum Derby gegen den Tabellennachbarn HC TuRa Bergkamen II an. Wir haben mit TVW-Trainer Axel Taudien über die Handball-EM, Parallelen zur Bezirksliga und das bevorstehende Nachbarschaftsduell gesprochen.

Seit dem 9. Januar läuft die Handball-EM, Weltmeister Dänemark ist bereits aus dem Turnier geflogen. Wie sehr verfolgen Sie die EM?

Solange es die deutschen Spiele betrifft, guckt man sich die natürlich an. Aber auch so die interessanten Topspiele versucht man zu gucken. Mit (Weltmeister, d. Red.) Dänemark und Frankreich hat es ja schon zwei von denen erwischt, von denen man das nicht erwartet hätte.

Inwiefern ist die EM bei Ihnen in der Mannschaft ein Thema?

Der eine oder andere guckt sich die Spiele natürlich auch an, wie ich. Wenn man die Zeit hat, werden die Spiele geguckt. Natürlich ist das dann auch immer ein Thema, wer drin bleibt, weiterkommt oder rausfliegt.

Treffen Sie sich, um gemeinsam Handball zu gucken?

Die Spieler treffen sich mal untereinander, das machen die aber auch mal bei anderen Sportarten, wie Fußball. Wenn die Möglichkeit besteht, treffen die sich.

Macht EM gucken selbst mehr Lust auf Handball?

Ich hoffe mal, dass jeder Lust hat, zu spielen. Solange die Meisterschaft noch läuft und keine Pause ist, sollte eigentlich jeder Lust haben, sonst würde ich mir vielleicht ein paar Gedanken machen (lacht).

Gucken Sie sich bei den Spielen auch mal etwas ab?

Wer das letzte Deutschland-Spiel gegen Lettland gesehen hat und unser letztes Spiel gegen Dolberg, der sieht die eine oder andere Parallele. Nur haben die es geschafft, das Spiel rumzureißen, und wir halt nicht (lacht). Natürlich ist es in den einzelnen Ligen immer gegnerabhängig, aber man sieht auch, die spielen bei der EM gewisse Auftaktbewegungen und gewisse Geschichten mit Kreuzen und so. Das wird in anderen tieferen Ligen auch gespielt, von daher sieht man natürlich auch immer mal was, was an die eigene Liga erinnert.

Apropos Handball spielen - Sie treffen in der Bezirksliga am Freitag auf den HC TuRa Bergkamen II. Letztes Hinrundenspiel, Derby, Neunter gegen Zehnter - wie heiß ist die Mannschaft?

Ich hoffe mal, dass diejenigen, die spielen werden, auch heiß sind. Der eine oder andere ist noch verletzt oder fehlt noch, nichtsdestotrotz gilt wie in jedem anderen Spiel: Es ist vielleicht der Nachbar, gegen den wir spielen, aber es geht auch nur um Punkte. Entscheidend ist, dass, wenn Bergkamen gewinnt, die an uns vorbeiziehen. Gewinnen wir, bleiben wir vorne. Unabhängig davon, ob das ein Derby ist oder nicht.

Worauf wird es für Sie in diesem Spiel ankommen?

Dass wir mal ein Auswärtsspiel gewinnen, das haben wir in dieser Saison noch nicht. Ist mir auch egal, wie - Hauptsache, wir gewinnen. Wie schwierig das gegen Bergkamen ist, hat man im letzten Jahr gesehen, da haben wir in Bergkamen mit einem Tor gewonnen, und da standen wir tabellenmäßig weiter oben. Ich denke, das wird ein enges Spiel.

Welche Saisonziele visieren Sie an?

Unser erstes Saisonziel war, dass wir nicht absteigen wollen. Ich denke, das werden wir erreichen. Das Zweite war, dass wir mehr Spiele gewinnen als verlieren wollen, das haben wir noch nicht erreicht. Das dritte Ziel war, dass wir mehr Punkte sammeln als im letzten Jahr, das wird auch noch schwierig.

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