Underdog, Kunstrasen und defensive Qualität: SV Herbern zählt auf seine eigenen Stärken

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Im Viertelfinale des Westfalenpokals gegen den Regionalligisten SV Rödinghausen ist der SV Herbern der Außenseiter. Dennoch gibt es für die Spieler einige Gründe, die Hoffnung machen.

Herbern

, 22.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon das Erreichen des Viertelfinals des Westfalenpokals ist für die Fußballer des SV Herbern ein überragender Erfolg. Nur zwei andere Landesligisten haben es auch bis hierhin geschafft. Für den SV Herbern geht es am Samstag, 23. November, nun gegen den schwerstmöglichen Gegner: Der Regionalliga-Spitzenreiter SV Rödinghausen ist zu Gast.

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Für die Herberner Spieler ist das gleich aus mehreren Gründen etwas ganz besonderes, verrät Kapitän Philipp Dubicki: „Es ist ja nicht jede Woche eine so starke Mannschaft zu Gast. Für die meisten Spieler ist es der beste Gegner ihrer bisherigen, wenn nicht sogar ihrer gesamten Laufbahn.“ Schon mit dem Erreichen des Viertelfinals hatten die Herberner einen Meilenstein erzielt. zu dem es der Verein vorher fast noch nie geschafft hatte.

Rödinghausen ist erst seit Sonntag in den Herberner Köpfen

Bei den Herberner Spielern wächst die Vorfreude auf das Highlight-Spiel von Tag zu Tag mehr, erzählt Philipp Dubicki: „Vor so einem Spiel ist man natürlich nervös. Aber ich hab auch richtig Bock, das zu spielen.“ Auch Marcel Scholtysik, einer der zentralen Offensivposten, freut sich schon: „Für solche Spiele spielt man eben Fußball. Da ist dann schon nochmal ein bisschen mehr Grundanspannung da.“

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Jetzt, so kurz vorher, ist das Spiel bei den Herbern präsent in den Köpfen, in der Kabine und auf dem Trainingsplatz. Von der Meisterschaft haben sich die Herberner durch dieses Highlight aber nicht ablenken lassen, verrät Marcel Scholtysik: „Das Pokalspiel ist bei uns in der Kabine tatsächlich erst nach dem letzten Ligaspiel gegen Roxel das große Thema. Wir freuen uns alle auf ein hoffentlich schönes Spiel, wo wir alles in die Waagschale werfen wollen.“ Dass ein Sieg natürlich schwer werde, ist den Herbernern aber bewusst.

„Wir haben nichts zu verlieren“

Doch auch wenn der Gast aus Rödinghausen der vermeintlich eindeutige Favorit ist - ganz ohne Hoffnung gehen die Herberner nicht in die Partie. „Im Endeffekt haben wir gegen so einen Gegner ja nichts zu verlieren“, erklärt Philipp Dubicki die Hoffnung des SV Herbern. „Rödinghausen ist deutlich mehr in der Pflicht, gegen uns zu gewinnen.“

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Zu einem etwas überraschenden Vorteil für die Herberner könnte zudem der Platz werden. Noch nicht einmal gingen die Herberner in dieser Saison auf dem Kunstrasenplatz am Siepenweg als Verlierer nach Hause. Wenn es für die Mannschaft von Holger Möllers in den vergangenen Monaten eine Heimniederlage in einem Pflichtspiel gab, dann stets auf dem Rasenplatz an der Werner Straße. Im November 2017 gab es die letzte Heimniederlage auf Kunstrasen.

Die Herberner wollen ihre Defensivstärke nutzen

Doch alleine darauf wollen sich die Herberner natürlich nicht verlassen. Besonders die zuletzt extrem starke Defensive der Mannschaft ist ein zentrales Puzzlestück: „Wir werden sicherlich noch defensiver stehen als zuletzt in der Liga, um unsere Stärken ausspielen zu können. Und Chancen bekommst du immer irgendwie. Wenn man die dann nutzt, gibt es vielleicht tatsächlich am Ende eine Chance.“

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