Viertligist rettet sich gegen Eintracht Wernes Hallen-Spezialisten ins Neun-Meter-Schießen

Potti Cup

Beim Potti Cup in Bockum-Hövel haben die Fußballer von Eintracht Werne ihre Hallen-Expertise unter Beweis gestellt: Im Halbfinale führt der A-Ligist bis in die Schlussminute gegen einen Regionalligisten.

Werne

, 06.01.2020, 13:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viertligist rettet sich gegen Eintracht Wernes Hallen-Spezialisten ins Neun-Meter-Schießen

Eintracht Wernes Co-Trainer Aykut Kocabas sah beim Hallenturnier der SG Bockum-Hövel starke Auftritte seiner Mannschaft. © Johanna Wiening

Einen Viertligist am Rande einer Niederlage hatte am Sonntag Eintracht Werne beim Hallenfußball-Turnier Potti Cup der SG Bockum-Hövel. Der A-Ligist unterlag im Halbfinale dem späteren Turniersieger SV Lippstadt 08 nach einer packenden Partie mit dramatischer Schlussphase erst im Neun-Meter-Schießen.

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Schon auf dem Weg ins Halbfinale hatte sich die von Co-Trainer Aykut Kocabas betreute Eintracht-Auswahl, die mit Torhüter Daniel Rafalski sowie den Feldspielern Marko Martinovic, Cem Bozkurt, Sandro und Deniz Ünal, Enes Akyüz, Serkan Adas, Rachid Souita und Tunahan Sari angetreten waren, gut verkauft.

Torjäger Abdullah Sahin setzt aus

Ohne Torjäger Abdullah Sahin, der nach seinem Einsatz bei den Stadtmeisterschaften am Wochenende zuvor pausierte, feierten die Werner einen 1:0-Auftaktsieg gegen Gastgeber und Bezirksligist Bockum-Hövel und überrollten in der darauffolgenden Partie den Lüner SV II mit 9:1.

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Und auch im dritten Spiel gegen Landesligist TuS Wiescherhöfen ging die Eintracht zunächst 1:0 in Front. „Dann hat Wiescherhöfen eine Zwei-Minuten-Strafe bekommen, die wir nicht nutzen konnten und haben das 2:0 nicht gemacht“, berichtet Kocabas. „Dann haben die uns zweimal ausgekontert wir haben letztendlich mit 1:3 verloren.“ Im finalen Gruppenspiel gegen C-Ligist SG Gahmen II zeigten sich die Werner dann wieder in richtiger Torlaune: 13:1 hieß es am Ende.

Neuntligist trifft auf Viertligist

Als Gruppenzweiter für das Halbfinale qualifiziert, traf die Eintracht-Auswahl hier auf den Sieger der anderen Gruppe – Regionalligist SV Lippstadt 08. Neuntligist gegen Viertligist. „Da haben wir die Sache in meinen Augen sehr, sehr gut gemacht“, lobt Kocabas. „Wir lagen erst 1:0 zurück und haben das Spiel dann auf 2:1 gedreht.“

Führung bis in die letzte Minute

Enes Akyüz traf zum Ausgleich, Rachid Souita brachte sein Team wenig später in Führung. Nachdem die Lippstädter erneut getroffen hatten, erzielte Tunahan Sari das 3:2 für Werne – das bis in die Schlussminute Bestand hatte.

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„Dann haben wir das nicht klug gemacht und durch individuelle Fehler in den letzten 15 Sekunden das 3:3 kassiert“, berichtet Kocabas. So endete die Partie dann auch nach regulärer Spielzeit. Im anschließenden Neun-Meter-Schießen behielt der Favorit allerdings die Nerven und setzte sich durch.

„Das war absolut ärgerlich, wir waren in der Halle die einzige Mannschaft, die denen wirklich Paroli geboten hat“, so Kocabas. „Aber da waren wir zwei, drei Mal nervös, das war am Ende überflüssig. Aber die sind Regionalligist und haben das in den letzten 15 Sekunden gut gespielt und das Tor gemacht.“

Nächste Entscheidung im Neun-Meter-Schießen

Die Entscheidung um den dritten und vierten Turnierplatz fiel nicht mehr in einem Spiel, sondern direkt im Neun-Meter-Schießen. Hier behielt Gastgeber SG Bockum-Hövel die Oberhand. Dennoch ist Kocabas mehr als zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Als Team aus der Kreisliga A gegen einen Regionalligist, gegen einen Viertligist, so zu spielen, da war ich echt stolz auf die Mannschaft. Die hat sich super verkauft, da hat nur das letzte Quäntchen Glück gefehlt“, erklärt Kocabas.

Das wiederum fehlte der Zweitvertretung der Eintracht nicht: Am Samstag sicherten sich die Werner den Sieg bei der Potti-Cup-Auflage für C- und D-Ligisten.

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