Werner Juri Kollhoff liefert bei der Volleyball-Europameisterschaft ab

Volleyball-Europameisterschaft

Die Europameisterschaften der Universitäten im Volleyball fanden in diesem Jahr im polnischen Lodz statt. Mit dabei war auch der Werner Juri Kollhoff, der beim Werner SC das spielen lernte.

Lodz

12.08.2019, 08:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Werner Juri Kollhoff liefert bei der Volleyball-Europameisterschaft ab

Das Bochumer Team bei der Eröffnungszeremonie (Kollhoff vorne in der Mitte). © Kollhoff

Beste deutsche Vertretung bei den Herren waren die Volleyballer der Ruhr-Universität Bochum, die den sechsten Platz von 14 Teams bei der Volleyball-Europameisterschaft im polnischen Lodz belegte. Das Bochumer Team konnte sich durch den Titel des Deutschen Meisters im Vorjahr für die EM qualifizieren.

„Für mich war es eine Wahnsinnserfahrung auf international höchstem Niveau, Volleyball zu spielen und Teil eines solchen Events zu sein“, sagte der 25-jährige Sportstudent Juri Kollhoff aus Werne. „So ein Erlebnis ist ziemlich einmalig, ich habe die Woche mit den Jungs einfach nur genossen und viele Eindrücke mit nach Deutschland nehmen können.“ Innerhalb von sieben Tagen spielte das RUB-Volleyballteam sechs Spiele und konnte davon drei gewinnen. In der Gruppenphase gewann Bochum gegen Rumänien und Bulgarien und unterlag Moldawien, das mit mehreren Erstligaspielern und dem späteren MVP (most valuable player), dem wertvollsten Spieler des Turniers, viele Hochkaräter in seinen Reihen hatte.

Enge Sätze, aber eine 0:3-Niederlage

Als Gruppenzweiter ging es im Viertelfinale gegen die französische Vertretung aus Montpellier, die mit fünf französischen Erstligaspielern als klarer Favorit gehandelt wurde. Die RUB konnte sich mit seiner Zweitligaerfahrung (der Großteil des Teams spielt für die Bundesligisten Humann Essen oder TuB Bocholt) gegen das französische Talent lange behaupten und die Sätze extrem eng gestalten. So war die 0:3-Niederlage sehr bitter für die Ruhrpott-Jungs.

Werner Juri Kollhoff liefert bei der Volleyball-Europameisterschaft ab

Das Bochumer Team nach dem Sieg gegen Bulgarien mit dem Support der WWU Münster, das im Turnier der Damen den vierten Platz belegte. © Kollhoff

Darauf ging es dann gegen die Uni Bremen. Nach Startschwierigkeiten und einem verlorenen Satz konnten die Bochumer Jungs Ende des zweiten Durchgangs neuen Mut schöpfen und das Spiel nach 20:24-Rückstand noch für sich entscheiden. Als kleinen Leckerbissen on top erhielt Kollhoff in dieser Partie die Auszeichnung als MVP vom gegnerischen Trainer. „Ich hatte bei all der Zweitligaerfahrung in unserem Kader zwar nicht allzu viele Spielanteile, aber in meiner kurzen Einsatzzeit habe ich anscheinend nicht alles verkehrt gemacht“, scherzte Kollhoff im Anschluss. Im Spiel um Platz fünf war für die Bochumer dann die Luft ein wenig raus. Zwar konnte man gegen die Istanbul Aydin University, die sich mit Profivolleyballern in ihren Reihen im Turnier unter Wert verkaufte, immerhin einen Satz gewinnen, doch zu mehr reichte es nicht gegen die bärenstarken Türken.

„Wir wollen auch im nächsten Jahr wieder angreifen“

„Wenn man sich das Niveau dieses Turniers anschaut, dann sind wir mit unserer Platzierung absolut zufrieden. Unser Achtelfinalgegner aus Frankreich war einfach stärker. Im Endeffekt ärgern wir uns nur ein wenig, dass wir in der Gruppenphase knapp gegen Moldawien verloren haben – als Gruppensieger hätten wir es durchaus ins Halbfinale schaffen können und dann ist im Volleyball erfahrungsgemäß alles möglich“, sagte Kollhoff. „Naja, wir wollen auch im nächsten Jahr wieder angreifen. Hoffentlich ist es nicht das letzte internationale Turnier für uns. Auch die deutsche Konkurrenz ist groß und schläft natürlich nicht.“

Den Turniersieg holte sich die Beykent Universität, ebenfalls aus Istanbul, mit zwei türkischen Nationalspielern und jeder Menge Starpower.

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