Wernes neuer Co-Trainer Joel Simon: „Streben Tabellenplatz im oberen Drittel an“

hzWerner SC

Zu oft und zu lange schon plagt sich WSC-Fußballer Joel Simon mit Schulterproblemen herum. Daher wechselt er zur neuen Saison in den Trainerstab des Landesligisten - und hat einiges vor.

von Marcel Schürmann

Werne

, 12.06.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nein, endgültig die Schuhe an den Nagel hängen, wird Joel Simon (25) nicht. „Ich behalte definitiv meinen Spielerpass“, sagt er mit als Erstes im Interview, in dem der Vizekapitän auch über seine neue Rolle beim WSC, die abgelaufene Saison und die Ziele des Landesligisten für die kommende Spielzeit spricht.

Wie wichtig ist Ihnen der WSC als Werner Eigengewächs?

Super wichtig. Sonst hätte ich das Amt des Co-Trainers nicht übernommen. Eine andere Mannschaft kommt für mich auch nicht wirklich in Frage.

Wie kommt es, dass der WSC erst jetzt Bedarf auf der Position des Co-Trainers gesehen hat?

Ich glaube, das hat sich ein bisschen aus der Situation heraus ergeben. Ich war ja lange verletzt, aber trotzdem immer dabei. Lars (Lars Müller, Trainer, Anm. d. Red.) und ich hatten die Idee schon mal im Hinterkopf. Kutte (Kurtulus Öztürk, Berater WSC, Anm. d. Red.) hatte das Thema auch einmal angesprochen. Dann haben wir uns schnell zusammengesetzt und beschlossen, dass wir es so machen.

Und jetzt geht es nur noch bedingt weiter mit dem aktiven Fußball wegen Ihrer Schulterverletzungen?

Ja, nur noch minimiert. Ich hatte in den letzten zwei Jahren jeweils dreimal was an beiden Schultern, dazu Meniskusprobleme. Ich könnte mich operieren lassen, aber unter Umständen würde die OP gar nicht den gewünschten Erfolg erzielen. Den konnte mir zumindest keiner garantieren. Auch jobtechnisch kommt eine OP für mich eher nicht in Frage.

Wie genau werden ihre Aufgaben in Zukunft aussehen?

Ich kenne die Mannschaft ja sehr gut. Ich habe vielleicht auch einen anderen Blickwinkel als Lars. Ich behalte aber auch definitiv meinen Spielerpass. Wenn es personell mal eng wird, helfe ich natürlich aus. Aber es wird so aussehen, dass Lars weiter das Sagen hat und sich um die taktischen Dinge kümmert, während ich auch mal sagen kann, welche Wechsel wir vornehmen können. Durch den neuen Posten können wir auch mal zwei oder drei Trainingsgruppen leiten. Es hat Riesenvorteile, aber ich sehe mich als ergänzende Person.

Schauen wir auf die abgelaufene Saison des WSC zurück. Wie fällt Ihr persönliches Fazit aus?

Ich denke, es war viel, viel mehr drin. Wir standen zwar nie auf einem Abstiegsplatz, aber haben auch oft die Konstanz vermissen lassen. Es waren zu viele Spiele dabei, in denen wir nicht das abgerufen haben, was wir eigentlich können. Der Tabellenplatz, den wir am Ende belegt haben, war eigentlich komplett unnötig.

Nach der Saison ist vor der Saison. Was ist für den WSC drin in der kommenden Spielzeit?

Ich hoffe, dass wir wieder eine spannende Saison erleben werden. Die darf aber noch einen Tacken besser ausfallen als die letzte. Ich denke, dass wir einen Platz im oberen Tabellendrittel anstreben können, zumindest aber einen einstelligen Tabellenplatz.

Und abschließend: Haben Sie eigentlich persönlich ein Vorbild?

Früher auf jeden Fall David Beckham (lacht). In der heutigen Sportwelt ist es Roger Federer. Er ist ein guter Sportler und trotzdem noch Mensch geblieben.

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