Wie zwei Aktionen Eintracht Werne die Meisterschaft gekostet haben könnten

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Eintracht Werne hat eine erfolgreiche Saison in der Kreisliga A gespielt. Am Ende reichte es nur zum zweiten Platz. Zwei Aktionen können dabei mitentscheidend gewesen sein.

Werne

, 23.05.2019, 11:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist der 17. Februar dieses Jahres, als eine Hiobsbotschaft die Fußballer von Eintracht Werne in der Kreisliga A erreicht. Die Nachricht kommt aus Unna und hat harte Folgen für die Evenkämper. „Der Vorstand von RWU hat heute entschieden, dass wir die zweite Mannschaft mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb zurückziehen“, gibt Rot-Weiß Unna an diesem Sonntag im Februar auf der Vereins-Website bekannt.

Mitteilung mit Folgen für Werne

Eine kurze Mitteilung, die weitreichende Folgen hat, denn: Eintracht Werne wurden durch den Rückzug drei Punkte abgezogen, die sich die Eintracht-Spieler durch einen 4:0-Sieg gegen Unna zu Saisonbeginn erspielt hatten.

Drei Punkte, die Werne auf Meister Heessen verlor, der überraschend keine Punkte in Unna holte. „Es wurde massiv ins Geschehen eingegriffen - dadurch, dass sämtliche Punkte, die Rot-Weiß Unna II erzielt hat, bevor sie zurückgezogen haben, annulliert wurden“, regte sich Mario Martinovic, Trainer der Eintracht, bereits Ende April auf.

Der DJK SVE Heessen hatte dadurch nun wieder fünf Punkte Vorsprung auf Eintracht Werne, statt einfachen zwei Punkten.

Abseits-Tor sorgt für Frust

Hinzu kommt für die Eintracht das 0:0-Unentschieden gegen Heessen in der Rückrunde. Ein nicht gegebenes Tor der Eintracht in der Nachspielzeit sorgt da immer noch Frustration. Der Schiedsrichter hatte auf Abseits entschieden. „Der ein oder andere Schiedsrichter gibt das. Das ist noch umso bitterer, weil wir auch ein Video davon gesehen haben“, erklärte Eintracht-Kapitän Enes Akyüz.

Eine Zuschauerin soll die Szene in der Nachspielzeit gefilmt haben. Das Video machte bei den Wernern die Runde und soll zeigen, dass das Tor regulär war. Akyüz ärgert sich immer noch über die verloren gegangenen Punkte aus den Spielen gegen Unna und Heessen: „Dann wären wir oben und nicht Heessen. Es ist ein wenig ärgerlich. Wir haben das ja nicht verbockt. Das man Punkte liegen lässt, ist ja vollkommen normal“, erklärt er. Ein fader Beigeschmack bleibt für ihn aber trotzdem da. „Die Aktion mit Unna hat denen in die Karten gespielt. Es ist schon merkwürdig mit den fünf Punkten, die wir so verloren haben.“

Glückwünsche nach Heessen

Trotzdem zeigt Akyüz auch Anerkennung für die Leistung der Hammer. „Es wäre unfair, wenn man sagt, Heessen hat es nicht verdient. Nur dieser Wermutstropfen ist da mit bei. Dieser Schlag sitzt immer noch tief. Glückwunsch an die Jungs“, zeigt sich Akyüz als fairer Verlierer.

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