Wirbel beim Werner SC: Stürmer Maurice Tia unterschreibt doch nicht

hzFußball-Landesliga

Es schien, als wären es nur noch Formalitäten, die zu einem Wechsel von Maurice Tia zum Werner SC fehlten. Jetzt ist der Transfer doch noch geplatzt. Stürmer und Verein haben geteilte Ansichten.

Werne

, 03.02.2020, 16:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor einigen Wochen noch hörte sich Lars Müller, Trainer des Werner SC, angesprochen auf eine Verpflichtung von Maurice Tia noch sehr optimistisch an. „Jetzt in der Kürze der Zeit macht er einen sehr guten Eindruck und hat sich bei uns gut eingefunden. Noch ist nicht alles geklärt, aber es kann gut sein, dass wir ihn am Ende fest verpflichten“, sagte Müller. Nur einige Wochen später hat sich das geändert: Maurice Tia wird kein Spieler des Werner SC.

Jetzt lesen

Stattdessen hat der junge Stürmer, der zuletzt in den Niederlanden gespielt hatte, beim VfB Fichte Bielefeld in der Westfalenliga unterschrieben. „Wir wünschen Maurice Tia in der Westfalenliga alles Gute“, sagt Wernes Vorsitzender Thomas Overmann. „Leider hat es zwischen ihm und dem Werner SC nicht gepasst.“

Jetzt lesen

Aber wie kam es dazu, wo doch alles erst so vielversprechend klang? Erst zu Beginn der Vorbereitung hatte sich Maurice Tia beim Werner SC vorgestellt. Zuletzt hatte er in der Hinrunde in der fünften niederländischen Liga gespielt, wollte aber unbedingt zurück nach Deutschland. Nach ein paar Probetrainings schien es so, als sei von beiden Seiten durchaus das Interesse an einer Verpflichtung da.

Die Spielgenehmigung war die Hürde, die alles ins Rollen brachte

Eine Hürde war aber von Beginn an die Spielgenehmigung. Durch den Wechsel aus dem Ausland dauerte der eigentlich schnelle Prozess länger als gewöhnlich. Daraus entstand einer der Gründe, warum Maurice Tia beim Werner SC nicht Fuß fassen konnte.

„Die Spielgenehmigung hat leider so lange gebraucht, dass wir Maurice vor dem Ende der Transferphase (31. Januar, Anm. d. Red.) nicht mehr in einem Testspiel hätten sehen können“, erklärt Thomas Overmann. „Dann fängst du natürlich an zu überlegen, weil es dann ein hohes Risiko ist, seine Genehmigung anzufordern.“ Wäre Tia dann für den Werner SC aufgelaufen, hätte er nicht mehr für einen anderen Verein spielen können in der Rückrunde - auch, wenn er beim Werner SC nicht reingepasst hätte.

Jetzt lesen

So nachvollziehbar diese Gründe auch klingen: Maurice Tia fühlt sich vom Landesligisten falsch behandelt. „Die haben sich definitiv nicht gut verhalten mir gegenüber. Also über die Handlung ist natürlich zu sprechen“, sagt der Stürmer. „Aber ich möchte keinen Menschen in den Dreck ziehen. Das ist nicht meine Art.“

Jetzt lesen

Am Ende sei es der Stürmer außerdem selbst gewesen, der dem Verein abgesagt habe, behauptet Tia. Thomas Overmann kann die Empörung des Spielers gut verstehen, sagt aber: „Natürlich ist das nachvollziehbar, dass das für den Spieler jetzt nicht gut gelaufen ist. Wir haben uns ihm gegenüber aber korrekt verhalten.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt