WSC kommt zum SV Herbern in die Landesliga 4

Fußball: Staffeleinteilung

Der Wunsch des Vereins war ein anderer, trotzdem nimmt man die Staffeleinteilung des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes wohl hin. Landesliga-Aufsteiger Werner SC kommt nicht wie gewünscht in die Ruhrgebietsstaffel 3 sonder spielt in der münsterländischen Staffel 4. Damit kommt es zum Derby mit dem SV Herbern.

WERNE/HERBERN

, 03.07.2017, 15:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Herberns Philipp Dubicki und Wernes Dennis Klossek werden in der kommenden Spielzeit in der Landesliga aufeinandertreffen.

Herberns Philipp Dubicki und Wernes Dennis Klossek werden in der kommenden Spielzeit in der Landesliga aufeinandertreffen.

WSC-Fußballchef Thomas Overmann schien am Montag noch etwas hin- und hergerissen. Ein Derby um Punkte gegen Herbern sei natürlich gut, aber es schimmerte doch durch, dass er den Verein lieber in der Staffel 3 gesehen hätte. Dagegen hätte aber wiederum der Mehraufwand einer 18er-Staffel gesprochen. In den Landesligen 1, 2 und 4 spielen je nur 16 Teams. „Eine Saison kann lang werden. Vier Spiele weniger kommen uns entgegen“, sagte Overmann. Trotzdem wollte er sich zumindest informieren, was einen Staffelwechsel noch bewirken könnte.

„Dafür müssten sie einen Tauschpartner finden“, wusste Herberns Sportlicher Leiter Frank Heidemann. Geografisch käme dafür überhaupt nur der TuS Wiescherhöfen aus Hamm in Frage. Dort wiegelte man aber sofort ab: „Unser Wunsch war Staffel 3. Deshalb gäbe es für uns auch keinerlei Grund zu tauschen“, so TuS-Vorsitzender Manfred Roland.

SVH erwartet enge Saison

Ob nun Staffel 3 oder 4, WSC-Co-Trainer Christof Zilligen blickt bereits auf das Wesentliche: „Unabhängig von der Staffel bleibt das Ziel gleich: Als Neuling in der Liga bleiben.“ Auch wenn die Staffel 4 fahrtechnisch anstrengender sei. Ob Gemen, Ahaus, Borken, Heiden oder Mesum: Für einen Großteil der Auswärtspartien stehen Fahrten über mindestens 70 Kilometer an – eine Strecke. „Zumindest nach Herbern können wir mit dem Fahrrad fahren“, scherzte Overmann.

Herberns Frank Heidemann glaubt, dass den Klubs eine ähnlich enge Saison wie in der abgelaufenen Spielzeit bevorsteht. „Das wird ein nettes Jährchen. Die Aufsteiger sind ambitioniert, der Absteiger hat ein gutes Umfeld, hat früher immer im oberen Drittel gespielt“, sagte Heidemann. Neben Werne sind auch die SG Borken und der TuS Altenberge in die Landesliga aufgestiegen. Runter kam Viktoria Heiden, gegen die Herbern früher spielte, als man aus der Westfalenliga abstieg und Heiden gerade in die Landesliga aufstieg.

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Wann das Derby zwischen Werne und Herbern steigt, sei laut Heidemann wetterabhängig: „Es muss noch warm sein. Entweder ein frühes Hinspiel zu Hause oder ein spätes Rückspiel bei uns“, sagt er. Christof Ziligen freut sich für die Fußballfans, dass es zum Lokalduell kommen wird. Er hofft, dass sich das auf die Zuschauerzahlen im Lindert auswirkt: „In Herbern wird es sowieso voll sein, bei uns dann hoffentlich auch“, sagte Zilligen lachend.

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