Zugänge von Eintracht Werne: SV Stockum rüstet im Abstiegskampf mit bekannten Gesichtern auf

hzFußball-Kreisliga A

In der Kreisliga A muss der SV Stockum in der Rückrunde dringend schnell punkten, um Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren. Zwei SVS-Rückkehrer wollen dabei helfen.

Werne

, 23.01.2020, 15:16 Uhr / Lesedauer: 3 min

In der Fußball-Kreisliga A steht der SV Stockum massiv unter Zugzwang: Nur sechs Zähler hat der SVS aus den ersten 16 Spielen geholt, ebenfalls sechs Punkte beträgt der Rückstand des Tabellenvorletzten auf den Drittletzten TuS Wiescherhöfen II. Nun haben sich die Stockumer mit zwei weiteren Rückkehrern für den Abstiegskampf verstärkt.

Vom Liga-Konkurrenten Eintracht Werne wechseln die Brüder Abdussamed und Ismail Cördük zurück zu den Grün-Weißen. Vor ziemlich genau einem Jahr, im Januar 2019, hatte das Duo den umgekehrten Weg angetreten. „Ismail ist ein zentraler Mittelfeldspieler, der in der Vergangenheit wie auch bei uns als Sechser gespielt hat“, berichtet SVS-Geschäftsführer Yassine Najih. „Mit seiner Erfahrung ist er jemand, der das Spiel von hinten aus aufbauen kann.“

Erfahrung für das junge Team

Und Struktur im Spielaufbau benötigen die Stockumer dringend. „Für uns in dieser Situation ist so jemand wirklich Gold wert“, sagt Najih und erklärt: „Wir hatten in der Hinrunde einen ziemlich jungen Kader, ich meine im Schnitt etwa 24 Jahre. Viele Sachen haben nicht gestimmt, aber wir hatten keinen richtigen Führungsspieler, der die Mannschaft zusammenhält. Ich hoffe, dass wir mit Ismail und Tolga (Köroglu, Anm. d. Red.) und auch Marin (Medjedovic, d. Red.) als Kapitän Spieler haben, die die Mannschaft zusammenhalten und die Marschroute vorgeben.“

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Gemeinsam mit Tolga Köroglu und Firat Isikli, die ebenfalls in diesem Winter zurück nach Stockum gewechselt sind, hat der 34-jährige Ismail Cördük in der Vergangenheit bereits mit seinem jüngeren Bruder Abdussamed das SVS-Trikot getragen. „Samed ist ein Außenspieler, der links wie rechts im Mittelfeld spielen kann“, berichtet Najih über den 22-Jährigen. „Er ist wirklich flink mit dem Ball am Fuß und kann beim Umschaltspiel wirklich sein Talent voll ausleben. Beim Konter kann er das Spiel sehr schnell nach vorne aufbauen, wie Firat Isikli. Mit den beiden auf den Außenbahnen ist das schon eine sehr, sehr tolle Sache.“

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In Stockum nimmt die Mission Klassenerhalt derweil klarere Konturen an. Auch Rückkehrer Ismail Cördük sieht seine neue alte Mannschaft für die Rückrunde gut aufgestellt. „Ich bin eigentlich sehr zuversichtlich. Mit Tolga, einem der gefährlichsten Stürmer der Kreisliga A, Firat auf außen, mir auf der Sechs und meinem Bruder, der offensiv eigentlich alles spielen kann, sollte der Klassenerhalt mit der Truppe drin sein“, erklärt der Mittelfeldmann. „Klar, am Ende des Tages zählen die Siege, aber ich bin zuversichtlich, dass wir mit der Qualität zumindest den Klassenerhalt schaffen sollten.“

Zu dem Wechsel zu Eintracht Werne im vergangenen Winter sei es gekommen, „weil die Mannschaft aus verschiedenen Gründen auseinandergefallen ist und etliche Stammspieler den Verein verlassen haben“, berichtet Ismail Cördük. „Dann haben wir ein Angebot von Eintracht Werne erhalten. Da kenne ich den Sportlichen Leiter (Rainer Fiebig, d. Red.) und einige der Jungs, dann sind wir dahin gewechselt.“

Doch in Werne bremsten den 34-Jährigen mehrere Probleme aus. Aufgrund seiner Selbstständigkeit habe er es häufig nicht zum Training geschafft, „nichtsdestotrotz hat das eigentlich immer ganz gut funktioniert“. Hinzu kamen eine schwere Lungenentzündung, die ihn drei Monate außer Gefecht setzte und die Geburt des ersten Kindes.

Zeit für die Familie

„Dann wollte ich Zeit mit der Familie verbringen und dementsprechend hat das mit dem Training immer weniger funktioniert. Werne ist ein ambitionierter Klub, der oben mitmischen und aufsteigen will. Da wurde dreimal die Woche trainiert, das war irgendwann zu viel. Wir haben uns dann entschieden, das zu beenden. Wir haben uns im Guten getrennt“, berichtet Ismail Cördük.

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Den erneuten Kontakt zum SVS stellte ein alter Bekannter her. „Tolga (Köroglu, d. Red.) hatte mich bezüglich der beiden angesprochen, ob da von unserer Seite Interesse bestünde“, berichtet Geschäftsführer Najih. „Ich bin froh, dass wir sie verpflichten konnten. Für unsere aktuelle Situation ist es umso wichtiger, dass du Leute verpflichtest, die dir weiterhelfen können und wo du weißt, woran du bist.“ Mit den beiden Rückkehrern Ismail und Abdussamed Cördük haben sich die Stockumer weitere gute Karten für den Abstiegskampf auf die Hand geholt.

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