Der WBV hat die Basketballsaison abgesagt. Kann zumindest auf Kreisebene nochmal gespielt werden? © Neumann
Basketball

Nach Abbruch durch den Westdeutschen Basketballverband: Geht es auf Kreisebene nochmal weiter?

Der Westdeutsche Basketballverband hat die Saison auf Verbandsebene abgebrochen. Wie sieht es auf Kreisebene aus? Der Geschäftsführer des Kreises Unna/Hamm/Soest hat sich geäußert.

Nun ist es offiziell: In dieser Saison wird es im Amateurbereich weder bei den Junioren noch bei den Senioren Basketballspiele geben. Der Westdeutsche Basketballverband (WBV) hat die Saison am Mittwochabend (17.3.) offiziell abgebrochen.

„Für uns war es fast schon klar. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Saison doch noch starten kann, war ohnehin nicht allzu groß. Daher begrüße ich die Entscheidung des WBV“, sagt Norbert Mühlmann, Geschäftsführer des Basketballkreises Unna/Hamm/Soest und gleichzeitig Abteilungsleiter Basketball beim TVG Kaiserau.

Zum Basketballkreis Unna/Hamm/Soest gehören neben den Vereinen in Kamen, Unna, Bergkamen, Holzwickede und Fröndenberg auch die LippeBaskets Werne, die Schwerter TS und die BG Lünen im Kreis Unna.

Auch Basketballkreis Unna/Hamm/Soest bricht die Saison ab

Der Funktionär kündigt zudem an, dass auch auf Kreisebene in dieser Saison kein Basketball mehr gespielt wird. „Wir vom Kreis Unna/Hamm/Soest werden die Saison ebenfalls absagen. Die Vereine werden darüber in den kommenden Tagen in einem Schreiben informiert“, sagt er vorab im Gespräch mit der Sportredaktion.

Diese Vorgehensweise sei „die logische Konsequenz“. Mühlmann könne sich zudem nicht vorstellen, dass einzelne Kreise noch Partien austragen werden: „Ich gehe fest davon aus, dass die anderen Kreise ebenfalls absagen.“ Unter anderem der Kreis Dortmund hat die Saison bereits abgesagt.

Gerade bei den Junioren könne der Kreis Unna/Hamm/Soest eine Aufnahme des Spielbetriebs nicht verantworten. Mühlmann: „Die Jugend ist immer auch auf die Hilfe der Eltern angewiesen. Aber fahren die ihre Kinder auch immer zu den Spielen, lassen sie ihre Kinder überhaupt spielen? All das ist ungewiss. Auch die verschiedenen Inzidenzwerte in den einzelnen (politischen) Kreisen müssten wir beachten. Das ganze Hickhack wäre nicht zuträglich gewesen.“

Anderthalb Jahre kein Basketball

Dabei hatte die vorausgegangene Bund-Länder-Runde Anfang März den Hallensportlern doch noch Hoffnung auf einen Re-Start gemacht. „Klar, hatten wir noch Hoffnung. Aber die Zahlen haben sich ja leider nicht so entwickelt, wie wir uns das alle erhofft haben. Der Inzidenzwert hätte unter 50 liegen müssen. Dann hätten die Spieler Schnelltests machen müssen. Da hab ich ehrlich gesagt auch keine Vorstellung, wie das alles hätte funktionieren sollen“, führt Mühlmann aus.

Als Basketball-Abteilungsleiter beim TVG Kaiserau sieht Mühlmann den Abbruch jedoch gelassen. „Wir haben den Vorteil, dass unsere Seniorenteams nicht die Ambitionen hatten, aufzusteigen. Bei einigen anderen Teams sieht es da schon anders aus.“ Jetzt hofft der Familienvater, dass die kommende Saison ab September ganz normal starten kann: „Dann haben die Teams anderthalb Jahre kein Basketball mehr gespielt.“

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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