Brian Wolff (r.) lief für den WSC bislang nur in zwei Spielen auf. Im Sommer wechselt er zum Oberligisten Holzwickeder SC. © Jura Weitzel
Fußball

Von Holstein Kiel zum HSC: Brian Wolff begründet seinen Wechsel

Der Holzwickeder SC erhält ab dem Sommer Verstärkung von einem ehemaligen Bundesliga-Spieler. Und das, obwohl noch gar nicht feststeht, wer in der kommenden Saison der Cheftrainer sein wird.

Auch wenn Axel Schmeing den Holzwickeder SC im Sommer nach fünf Jahren verlassen wird und der Verein derzeit noch intensiv nach einem Nachfolger für den Trainerposten sucht, hat der Fußball-Oberligist auf dem Transfermarkt bereits zugeschlagen und sich einen vielversprechenden Spieler geangelt.

Brian Wolff verstärkt den HSC in der Saison 2021/22. Der 20-jährige offensive Mittelfeldspieler wechselt vom Landesligisten Werner SC zum Emscherklub.

„Die Gespräche mit dem HSC verliefen wirklich super. Ich habe mich dabei sehr gut gefühlt“, sagt Wolff zu seinen ersten Eindrücken, die er am Telefon von der Sportlichen Leitung der Holzwickeder gewinnen konnte.

Brian Wolff © WSC © WSC

„Ich finde es nicht verkehrt, dass ein neuer Trainer kommt.“

Brian Wolff

Dass der HSC derzeit noch keinen Nachfolger für den am Saisonende scheidenden Axel Schmeing gefunden hat, sieht Wolff ziemlich gelassen: „Für mich ist das kein Risiko, nur weil ich nicht weiß, wer hier nächste Saison Trainer sein wird. Ich komme als neuer Spieler. Ob der alte Trainer dann noch hier ist, oder ob ein komplett neuer kommt, macht für mich keinen großen Unterschied.“ Er werde sich ohnehin eingewöhnen müssen, „deshalb finde ich es auch nicht verkehrt, dass ein neuer Trainer kommt.“

Für seinen derzeitigen Verein, den Landesligisten Werner SC, ist Wolff bislang erst in zwei Spielen aufgelaufen – dann kam die Corona-Pause. „Auch wenn es nur so wenig Spiele waren, die Zeit war insgesamt sehr gut in Werne. Ich bin dankbar dafür, dass der Trainer mich sofort hat spielen lassen, obwohl ich erst so spät dazugestoßen bin“, sagt Wolff, der nun hofft, noch ein paar Spiele für den WSC bestreiten zu können: „Ich will mich auf dem Platz von den Jungs verabschieden.“

Brian Wolff hatte mehrere Angebote

Wolff spielte in der Jugend für Borussia Dortmund und den FC Schalke. In der A-Jugend lief er sogar in der Bundesliga für Holstein Kiel auf. Deshalb fühlt er sich eigentlich auch zu Höherem berufen. „Spielerisch und taktisch war das in Kiel natürlich ein ganz anderes Niveau als zuletzt in der Landesliga“, sagt Wolff. Für ihn sei es aber wichtig gewesen, in seinem ersten Seniorenjahr „körperliche Erfahrungen“ zu sammeln.

Es sei von Beginn an klar kommuniziert worden, dass er bei einem Angebot eines höherklassigen Vereins sofort wechseln könne. Wegen Corona hatte es im Winter allerdings noch nicht geklappt. Dafür aber im Sommer, wenn es Wolff nach Holzwickede zieht, wenngleich es noch ein paar andere Angebote gab.

Ziel 3. Liga? Brian Wolff muss sich erst noch beweisen

Für den 20-Jährigen, der in Bergkamen wohnt und im kommenden Wintersemester ein Sportmanagement-Fernstudium beginnen möchte, ist es auch die Nähe des HSC zu seinem Wohnort. „Die Nähe gibt es natürlich her – und die Tatsache, dass der HSC um den Aufstieg in die Regionalliga spielt“, sagt Wolff.

Eines Tages – so stellt es sich Brian Wolff vor – soll es für ihn noch höher hinausgehen. Die 3. Liga war in seinen Gedanken schon mal Thema. „Damit habe ich früher schon geliebäugelt, gerade weil ich ja schon in der A-Junioren-Bundesliga gespielt habe.“ Und weiter: „Jetzt freue ich mich erst einmal riesig auf die neue Herausforderung beim HSC. Ich will mich endlich im höherklassigen Fußball beweisen und in Holzwickede eine gute Rolle spielen.“

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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