Trainer Andre Schwedler konnte mit dem VfL Brambauer bereits vier Saisonsieg einfahren. © Goldstein
Handball-Oberliga

Als Aufsteiger plötzlich in der Spitzengruppe: „Das ist die Brambauer-DNA“

Die Handball-Damen des VfL Brambauer mischen als Aufsteiger derzeit die Oberliga auf. Dabei war im Sommer lange unklar, ob das Team den schwierigen Gang überhaupt antreten würde.

Die Quotienten-Regel machte es im Sommer möglich: Der VfL Brambauer durfte in die Oberliga aufsteigen. Doch lange wurde im Verein darüber diskutiert, ob der Klub diesen Schritt überhaupt wagen wolle. Letztlich entschied die Mannschaft, das Abenteuer Oberliga anzutreten. Eine Entscheidung, die sich aktuell als absoluter Glücksgriff erweist.

Mit 9:5 Punkten und vier Siegen aus sieben Spielen liegt das Team von Trainer Andre Schwedler momentan auf dem zweiten Tabellenplatz. Lediglich die SG TuRa Halden-Herbeck steht aktuell noch vor den Brambaueranerinnen. Plant da etwa jemand den Durchmarsch?

Klassenerhalt bleibt das oberste Ziel des VfL Brambauer

„Auf keinen Fall. Wir freuen uns natürlich darüber, dass wir in der Tabelle so gut dastehen. Aber wir wissen auch ganz genau, wie wir die bisherige Saison einordnen müssen“, beschwichtigt Trainer Andre Schwedler. Zwar könne man mit den gezeigten Leistungen vollkommen zufrieden sein, den Klassenerhalt als Saisonziel nun aber über Bord zu schmeißen, stehe nicht zur Diskussion.

„Wir haben im Sommer lange hin und her überlegt, ob wir den Aufstieg wirklich antreten sollen. Uns war klar, dass die Oberliga eine riesen Aufgabe werden würde, aber letztlich hatten wir schon die Hoffnung, dass wir nicht ohne Chancen sind“, so Schwedler.

Ebenjene Hoffnung bestätigte sich nun in den ersten sieben Ligaspielen. Einzig gegen den Tabellenführer und den Dritten TVE Netphen gingen die VfL-Damen als Verliererinnen vom Parkett. Dennoch dürfe man nicht außer Acht lassen, dass einige der siegreichen Partien möglicherweise auch anders hätten ausgehen können.

Für den VfL geht es erst Anfang Dezember wieder weiter

„Die Liga ist sehr eng zusammen und die Spiele waren größtenteils oft auch knapp. Insgesamt ist die Leistungsdichte in der Oberliga einfach nah beieinander. Daher bleibt unser primäres Ziel natürlich auch weiterhin der Klassenerhalt“, betont der VfL-Trainer, der oftmals die Tagesform für den jeweiligen Spielausgang verantwortlich macht.

Gerade die Einstellung sei es, die dem VfL in den bisherigen Spielen zum Erfolg verholfen hätte. „Wir spielen oft sehr diszipliniert. Die Truppe zieht toll mit und gibt immer 100 Prozent. Vielleicht ist das auch einfach ein bisschen die Brambauer-DNA“, so Schwedler.

Derweil stehen den VfL-Damen nun erst einmal zwei spielfreie Wochen ins Haus, ehe am 5. Dezember mit dem Spitzenspiel bei der SG Halden-Herbeck die Rückrunde beginnt. Dann wird sich zeigen, inwieweit der Aufsteiger an die Leistungen aus der Hinrunde anknüpfen können wird.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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