Celina Schmidt führt die Familientradition weiterhin fort. © Foto: Goldstein
Lüner Sport-Adventskalender

Celina Schmidt hat auch die Schattenseite ihres Sports erlebt

Celina Schmidt setzt die Tradition ihrer Familie fort. Die Schmidts sind bekannte Gesichter in der Lüner Handballfamilie. Beinah alle Familienmitglieder spielen Handball.

Sie ist eine Schmidt und führt die Handball-Tradition der Familie fort: Celina Schmidt gehört zu den Spielerinnen in der Damenmannschaft beim Lüner SV Handball, die schon am längsten im Verein tätig ist. „Wann ich genau angefangen habe, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich glaube, das war 2004. Meine Eltern haben mich immer in die Halle mitgenommen“, erzählt sie und legt nach: „Ich bin quasi in der Rundsporthalle groß geworden. Der Verein ist wie eine zweite Familie für mich.“

Die Schmidts sind in der Lüner Handballszene eine der bekanntesten Familien. Nahezu alle Familienmitglieder spielen Handball.

Schattenseiten des Sports

Celina Schmidt fühlt sich beim Lüner SV pudelwohl. Einige aus ihrer Mannschaft kennt sie bereits etliche Jahre. „Ich glaube Anna Lieneke und ich kennen uns seitdem ich sieben bin und mit Julia Krause sowie Anna Schmidt spiele ich schon seit der D-Jugend zusammen. Wir sind auch außerhalb des Sports befreundet und das macht das Zusammenspiel auf dem Feld einfacher. Man kann sich auf die anderen verlassen“, berichtet sie.

Doch die 23-Jährige erlebte auch schon Schattenseiten des Sports: Ihr Kreuzbandriss im Sommer 2019 brachte sie weit zurück. Der Kreuzbandriss ereignete sich im Trainingslager im Spiel gegen den TV Arnsberg. „Eine Gegenspielerin ist im Gegenstoß gestolpert und wir haben uns verhakt“, kann sie sich noch genau erinnern. Die Diagnose nach dem MRT-Befund gab dann Gewissheit.

Paul Mantei ist mit Celina Schmidt liiert. © Patrick Schröer © Patrick Schröer

Im Oktober 2019 ist sie schließlich erfolgreich operiert worden und sie ist wieder auf der Platte. „Irgendwo hat man immer im Hinterkopf, dass so etwas in jedem Moment wieder passieren kann. Meine Reha ist dank meines Physio Stephan Schichler sehr gut verlaufen. Ich bin sehr stolz, dass ich es geschafft habe zurückzukommen“, so Schmidt. Als sie ihr erstes Tor nach ihrer Verletzung warf, war die Freude bei allen Teammitgliedern riesengroß.

Celina Schmidt ist seit einiger Zeit mit dem Fußballer Paul Mantei liiert. Beide verbindet auch die Knieverletzung. Denn auch Paul durchlebte schwere Knieverletzungen, spielt seitdem keinen Fußball mehr. „Sein zweiter Kreuzbandriss und meiner sind fast gleichzeitig passiert. Natürlich tauscht man sich darüber sehr aus. Es gab Momente, die mich frustriert, mir Angst bereitet haben oder von Selbstzweifeln geprägt waren. Paul hat mir immer Mut gemacht und ich wusste er konnte mir helfen, weil er das ganze schon selbst einmal durchgemacht hatte“, beschreibt sie und weiter: „Er war und ist meine größte Stütze. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.“

Hoffnung auf Erfolg in der Oberliga

Wenn die Corona-Pandemie einen weitestgehend „normalen“ Spielbetrieb zulässt, hofft Celina Schmidt mit ihrem Lüner SV in der Oberliga erfolgreich zu sein. Prognosen bedingt durch die Corona-Situation abzugeben, fällt ihr schwer: „Da kann man, denke ich, noch nicht viel sagen. Ich glaube aber, dass am Ende des Tages es wichtig ist, dass wir unser starkes Zusammenspiel sowie unser Tempospiel abrufen können. Dann können wir immer für eine Überraschung sorgen.“

Eine junge Frau, die ihre Teammitglieder nie außer Acht lässt.

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Sportredaktion Lünen
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