Robin (2.v.l.) und Kevin Coerdt (3.v.l.) erlebten mit dem BV Brambauer einen besonderen Höhepunkt. © Timo Janisch
Fußball-Bezirksliga

Coerdt-Brüder verlassen die Stadt und erklären, was sie in Lünen gestört hat

Den Brüdern Robin und Kevin Coerdt bleib aus ihrer Lüner Zeit vor allem ein Ereignis in Erinnerung. Gestört hat einen der beiden in Lünen aber auch etwas. Das hat er im Doppelinterview verraten.

Robin (26) und Kevin Coerdt (25) verbrachten in Lünen eine lebhafte Zeit. 2018 zog es sie von Union Lüdinghausen zu Westfalia Wethmar, wo die Brüder nicht glücklich wurden. Das wurden sie von 2019 bis zuletzt beim BV Brambauer – und doch verlassen die Coerdts den Verein im Sommer.

Nach zwei Jahren beim BV Brambauer zieht es Sie zur SG Selm. War es eine Entscheidung für Selm oder gegen Brambauer?

Robin Coerdt: Für mich persönlich weder noch. Es war eine Entscheidung für meine Kumpels. Meine fünf, sechs besten Freunde spielen in Selm. Ich habe gemerkt: Alle gehen nach Selm zum Platz, nur ich nicht.Kevin Coerdt: Also das war auf keinen Fall eine Entscheidung gegen Brambauer. Da ich aber seit Januar nicht mehr in Lünen wohne, sondern nach drei Jahren wieder nach Selm gezogen bin und auch Robin dort wohnt, hat sich das so ergeben. Außerdem werde ich ab Sommer meine Meisterschule beginnen. Da ich zwei bis drei Mal die Woche dann zur Schule muss, weiß ich nicht, wie es mit Training aussieht. Deswegen die Entscheidung, nach Selm zu gehen, weil der Zeitaufwand einfach weniger ist und es zum Sportplatz ein Katzensprung ist.

Man hatte den Eindruck, dass es mit Ihnen und dem BV Brambauer eigentlich ganz gut gepasst hat. Wie wohl haben Sie sich gefühlt?

Robin Coerdt: Ich kann überhaupt nichts Negatives sagen. Die waren menschlich alle top. Als wir Hallenstadtmeister geworden sind, war die Feier überragend. Auch die Mannschaftsabende waren immer super.Kevin Coerdt: Menschlich hat es sehr viel Spaß gemacht in Brambauer. Die Leute da sind echt ein geiler Haufen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Würde ich weiter in Lünen wohnen und mich beruflich jetzt nicht weiterbilden, wäre ich auch auf jeden Fall da geblieben.

Bei Westfalia Wethmar lief es nicht so rund. In Brambauer haben Sie mit dem Titel bei der Hallenstadtmeisterschaft sogar einen echten Höhepunkt erlebt. Wie fällt das Fazit unter der Zeit in Lünen aus?

Robin Coerdt: Es war ganz vernünftig. Was mich gestört hat: Wethmar war immer gut und hat oben mitgespielt. Dann kamen wir und die hatten nie wieder so eine gute Mannschaft. Auch Brambauer war immer oben, aber wir haben zwei Jahre gegen den Abstieg gespielt. Ich weiß nicht, ob das an uns liegt (lacht).Kevin Coerdt: Das Fazit fällt positiv aus. Wir hatten eine geile Zeit, ob es jetzt die Anfangszeit in Wethmar oder in Brambauer war. Da wir schon seit Kindertagen immer zusammen mit unserem Papa bei der Hallenstadtmeisterschaft gucken waren, war es immer mal ein kleiner Traum von uns, dort bei dieser geilen Atmosphäre mitzuspielen. Dann hatten wir das Glück, mit so einer geilen Truppe gleich mit unserem zweiten Versuch das Dingen zu holen. Das hat uns und natürlich auch unseren Vater sehr gefreut und glücklich gemacht.

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freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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