Phil Rosenkranz ist schon seit fünf Jahren nicht mehr zum Elfmeter angetreten. © Timo Janisch
Fußball

Der Lüner Phil Rosenkranz traf einen wichtigen Elfer – und ging danach nie wieder zum Punkt

Im Kreispokal-Achtelfinale am 2. März 2016 traf Phil Rosenkranz für den Lüner SV. Es sollte bis jetzt sein letzter Elfmeter bleiben - warum? Er äußert sich auch zum aktuellen und kommenden LSV-Trainer.

Es ist der 2. März 2016. Die fünfte Spielminute im Kreispokal-Achtelfinale zwischen dem Lüner SV und Mengede 08/20 läuft. Fabian Pfennigstorf vom LSV wird im Strafraum gefoult. Phil Rosenkranz nimmt sich den Ball, legt ihn sich auf den Punkt, schießt – Tor. Der Landesligist führt mit 1:0 gegen den Westfalenligisten Mengede.

Auf den Tag genau fünf Jahre nach dieser Szene kann sich Rosenkranz noch gut daran erinnern. „Ich habe den Ball einfach genommen. Ich habe mich sicher gefühlt. Der Trainer hatte Vertrauen in mich“, sagt der Lüner, der zwischenzeitlich für Wacker Castrop und den Holzwickeder SC spielte.

„Ich habe keine Ahnung, warum“

Dass er als damals 19-Jähriger den wichtigen Elfer schießen durfte, sei nichts besonderes gewesen. „Ich habe schon vorher Elfer geschossen und eigentlich nie verschossen“, sagt Rosenkranz. „Danach habe ich aber keine mehr geschossen. Ich habe keine Ahnung, warum.“

Ein fester Schütze sei nicht das Problem. „Mit bestimmten Schützen kann man schon diskutieren. Da gibt es auch keine Beschwerden.“ Trotzdem sei der Defensivspieler seit dem Elfer im Kreispokal nicht mehr zum Punkt geschritten.

An einzelne Details des Spiels gegen Mengede kann sich Rosenkranz nicht mehr wirklich erinnern. Das könnte auch daran liegen, dass Lünen trotz früher Führung noch verlor.

Der Favorit kam kurz vor der Halbzeit durch den aktuellen Regionalliga-Spieler vom VfB Homberg, Jeffrey Malcherek zum Ausgleich. Fabian Pfennigstorf konnte die Führung des Favoriten und Ex-Teams des damaligen LSV-Trainers Mario Plechaty ausgleichen. Drei Minuten später gingen die Dortmunder aber wieder in Führung und machten mit dem 4:2 kurz vor Schluss den Deckel drauf.

Rosenkranz möchte das „wahre Gesicht zeigen“

In dieser Spielzeit wäre die Ausgangslage genau andersrum. Der Lüner SV würde in der dritten Runde des Kreispokals als Westfalenligist der Favorit gegen den Landesligisten SV Brackel sein. Ob das Spiel überhaupt stattfindet, ist aufgrund der Saison-Unterbrechung aber nicht klar.

Für Rosenkranz ist auch eher die Liga wichtiger. Dort liegt der LSV nach fünf Spielen auf dem drittletzten Platz. „Mit der Saison können wir nicht zufrieden sein. Wir hatten hohe Ansprüche. Ich hoffe, dass wir nochmal loslegen und unser wahres Gesicht zeigen können“, wünscht er sich einen Re-Start.

Auf den neuen Trainer Axel Schmeing freut sich der 24-Jährige. „Ich kenne ihn schon viele Jahre. Er hat mich von Wacker Castrop nach Holzwickede geholt. Leider habe ich mich dann schwer verletzt. Er hat dort gute Arbeit gemacht. Er motiviert gut, hat einen klaren Plan und ist ein gelassener Typ.“

Aber auch für den Noch-Trainer Christian Hampel hat er nur positive Worte übrig. „Er ist ein Top-Trainer. Wir verstehen uns super. Dass wir nicht die Leistung gebracht, dafür sind die Spieler auf dem Platz verantwortlich“, nimmt Rosenkranz sich und seine Mitspieler in die Pflicht.

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Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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