Die Torwartfrage war keine leichte Entscheidung für LSV-Coach Axel Schmeing (l.) und seinen Torwarttrainer Sascha Grieger-Piontek. © Timo Janisch
Fußball-Westfalenliga

Der Routinier oder ein Neuzugang? Kampf ums Tor beim Lüner SV ist entschieden

Jörg Lemke oder Jan Hennig? Wer würde als Nummer eins beim Lüner SV in die Saison gehen? Es war ein enges Duell in der Vorbereitung, das letztlich eine ebenso knappe Entscheidung fand.

Es war eine der Fragen beim Lüner SV, die lange unbeantwortet blieb: Wer würde den Kampf um den Platz im Tor für sich entscheiden können? Jörg Lemke, der Routinier, der sein Können in den vergangenen Jahren vielfach unter Beweis stellte, oder Jan Hennig, der Neuzugang, der mit starken Leistungen in der Landesliga auf sich aufmerksam machte. Eine Entscheidung, die das Trainerteam des Fußball-Westfalenligisten letztlich anhand von Kleinigkeiten treffen musste.

Schon früh in diesem Sommer war klar: Es wird einen Zweikampf um den Platz im LSV-Tor geben. Auf der einen Seite verfügt der Westfalenligist mit Jörg Lemke über einen Schlussmann, der im Sommer 2020 vom BV Brambauer zum LSV wechselte, allerdings lange mit den Folgen eines Achillessehnenrisses zu kämpfen hatte.

Beide bekommen Einsatzzeiten in der Vorbereitung

Auf der anderen Seite verpflichtete der LSV zur neuen Spielzeit Jan Hennig. Der 23-Jährige spielte zuvor jahrelang für den Hombrucher SV in der Landesliga und wagte in diesem Sommer den Sprung in die Westfalenliga.

Jan Hennig stand in den ersten drei Saisonspielen im LSV-Gehäuse.
Jan Hennig stand in den ersten drei Saisonspielen im LSV-Gehäuse. © Timo Janisch © Timo Janisch

„Wir haben zwei starke Schnapper, aber in der Vorbereitung hatten auch beide gute und schlechte Momente“, so Trainer Axel Schmeing. Sowohl Lemke als auch Hennig kamen in den Testspielen auf ihre Einsatzzeiten. Während Lemke vier Partien absolvierte, stand Hennig in sechs Begegnungen zwischen den Pfosten.

Schlussendlich entschied sich das Trainerteam um Axel Schmeing und seinen Torwarttrainer Sascha Grieger-Piontek für Neuzugang Hennig. „Es war ein Duell auf Augenhöhe. Als Trainer muss man sich letztlich entscheiden und Jan hat sich den Platz vor allem im Training erarbeitet und gerade jetzt im Spiel gegen Erkenschwick das Vertrauen auch voll zurückgezahlt“, betont Schmeing.

Lautstark hatte der 23-Jährige seine Vorderleute dirigiert und sein Team unter anderem mit einem gehaltenen Elfmeter vor einer möglichen Erkenschwicker Aufholjagd bewahrt. Dabei habe Hennig laut eigener Aussage zunächst noch Zeit gebraucht, um nach der langen Zwangspause wieder in den regulären Trainings- und Spielbetrieb zu kommen.

Jörg Lemke will den Konkurrenzkampf weiter annehmen

„Mittlerweile bin ich aber wieder deutlich besser drin und merke das auch in den Spielen. Insgesamt bin ich natürlich sehr glücklich, dass ich in den ersten Partien im Tor stehen durfte. Und so ein gehaltener Elfmeter gibt dann auch nochmal zusätzliches Selbstvertrauen“, erklärt Hennig.

Den Eindruck, dass es zwischen ihm und Jörg Lemke ein sehr enges Duell war, kann der Neuzugang indes nur bestätigen: „Ich verstehe mich mit Jörg wirklich gut und gerade das finde ich trotz des Konkurrenzkampfes enorm wichtig. Wir pushen uns im Training gegenseitig und sind insgesamt als Team auf einem guten Weg“, so die neue Nummer eins des LSV.

Für Lemke bleibt demnach zumindest vorerst nur der Platz auf der Bank: „Ich bin natürlich enttäuscht. Ich bin jetzt hinten dran und ob das knapp ist oder nicht, spielt für mich erst einmal keine Rolle“, so der 30-Jährige.

Ans Aufgeben denkt das Lüner Urgestein allerdings keinesfalls: „Ich werde weiter daran arbeiten, mich im Training zu verbessern, um natürlich auch den Druck hochzuhalten. Am Ende zählt aber der Erfolg der Mannschaft und nicht der eines Einzelnen.“

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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