Die erste Hälfte verlief für den VfL Brambauer und Trainer Andre Schwedler gegen Schwerte alles andere als nach Plan. © Goldstein
Handball-Oberliga

Furiose zweite Halbzeit: VfL Brambauer gewinnt trotz eines Sechs-Tore-Rückstands

Der VfL Brambauer beendet die Hinrunde auf Tabellenplatz zwei. Gegen Schwerte holte das Team schon den vierten Saisonsieg, obwohl es in der ersten Hälfte gar nach einer deutlichen Niederlage aussah.

Die Oberliga-Handballerinnen des VfL Brambauer bleiben in der Erfolgsspur: Dank eines 29:26-Sieges bei der HSG Schwerte-Westhofen holte das Team von Trainer Andre Schwedler am Samstagabend zwei wichtige Punkte, die sich auch mit Blick auf die Tabelle ausgezahlt haben.

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HSG Schwerte-Westhofen – VfL Brambauer 26:29 (14:9)

Der VfL Brambauer ist zum Ende der Hinrunde in der Handball-Oberliga auf Tabellenplatz zwei geklettert. Ein Resultat, das auch Coach Andre Schwedler mehr als zufrieden stellt: „Hätte uns das einer vor der Saison gesagt, hätte ich das sofort unterschrieben. Wir sind Aufsteiger und haben viele wichtige Punkte geholt. Jetzt heißt es natürlich auch nachzulegen.“

Gegen die HSG Schwerte-Westhofen zeigte Brambauer einmal mehr sein starkes Kämpferherz. Denn nach einem Sieg sah es in der ersten Halbzeit keineswegs aus. Die VfL-Frauen machten sich das Leben selbst schwer, ließen wieder einmal große Chancen liegen. Zudem wurde in der Defensive vor allem gegen Ende der ersten Halbzeit nicht mehr konsequent zugepackt. Das Ergebnis: Brambauer lag zur Pause 9:14 hinten.

VfL Brambauer dreht nach der Pause ordentlich auf

Nach einer entsprechenden Ansprache von Schwedler nahm sich der VfL in der zweiten Halbzeit viel vor, ließ die Köpfe nicht hängen. „Wir wollten unbedingt etwas Zählbares aus Schwerte mitnehmen. Dafür hat jede einzelne Spielerin auch alles gegeben“, so der VfL-Coach. Sein Team startete eine starke Aufholjagd, stand dabei insbesondere in der Deckung sehr stabil.

Jana Brannekämper machte auf der rechten Seite gegen Schwertes Top-Torschützin Sally Unger einen bärenstarken Job, ließ ihr keine Freiräume. Auch der Innenblock um Michelle Holz und Martha Wegemann ackerte vorbildlich. Durch etliche Ballgewinne rollte auch das VfL-Tempospiel wieder.

Trotz eines zwischenzeitlichen Rückstands von sechs Toren (9:15) holte der VfL-Express nach und nach auf, spielte im Angriff konsequenter und disziplinierter. In dieser Phase ging vor allem Wegemann voran, die die sich ergebenen Lücken erkannte und wichtige Tore erzielte.

Carina Püntmann sorgte schließlich für den 18:18-Ausgleich (43.) und brachte den VfL schließlich mit ihrem Tor zum 20:19 erstmals auf die Siegesstraße und holte zugleich eine Überzahl-Situation heraus. Von da an ließ sich Brambauer die Führung nicht mehr nehmen, baute sie zum Ende noch aus.

„Es war eine verdammt schwierige Aufholjagd. Einen Sechs-Tore-Rückstand aufzuholen, ist schon ein ordentliches Brett. Wir hatten von Minute zu Minute den Gegner besser im Griff und haben so den Spieß umgedreht. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, lobte Schwedler.

VfL: Jaschewski – Fleckstein, von Unruh, Wegemann 5, Holz 3, Püntmann 9, Kost 1, Bittscheidt, Leismann 2, Wagner, Bauer 6, Brannekämper 3, Gamradt

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