Stürmer Nico Berghorst war mit zwei Treffern maßgeblich am Sieg des Lüner SV beteiligt. © Marius Paul
Fußball-Westfalenliga

Lüner SV mit furiosem ersten Saisonsieg – Platzverweis als Stimmungsdämpfer

Der Lüner SV hat seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Gegen die Spvgg. Erkenschwick führte der LSV schon zur Pause mit 3:0, doch der Erfolg wurde in der zweiten Hälfte deutlich getrübt.

Es war eine starke Leistung, die der Lüner SV im zweiten Heimspiel der noch jungen Westfalenliga-Saison gegen die Spvgg. Erkenschwick auf den Platz brachte. Schon nach fünf Minuten gingen die Hausherren in Führung, doch ein Platzverweis Mitte der zweiten Hälfte trübte die Freude über einen am Ende deutlichen Sieg.

„Wenn mit Milan Sekulic einer der besten Spieler beim Stand von 3:0 mit einer Roten Karte vom Platz gestellt wird, dann ist das Ergebnis für mich schon eine Minute nach Abpfiff vergessen. Mit der Aktion hätte uns Milan fast noch einen Bärendienst erwiesen“, so LSV-Trainer Axel Schmeing nach dem Spiel.

Nico Cygiel bringt den Lüner SV in Front

Vorausgegangen war ein Zweikampf an der Mittellinie, in deren Folge Sekulic nachtrat und vom Schiedsrichter vom Platz gestellt wurde (68. Minute). Zu diesem Zeitpunkt hatte der LSV die Partie eigentlich im Griff, führte bereits mit 3:0.

Doch von Anfang an: In den zwei bislang absolvierten Spielen blieb der LSV ohne eigenen Treffer, schon in der fünften Minute hatte sich diese Statistik allerdings erledigt. Neuzugang Nico Cygiel brachte die Schmeing-Elf nach einer Flanke von der linken Seiten in Führung.

Torwart Jan Hennig partierte einen Erkenschwicker Strafstoß.
Torwart Jan Hennig partierte einen Erkenschwicker Strafstoß. © Marius Paul © Marius Paul

Der LSV war von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft, spielte sich einige Chancen heraus und kam durch einen Abstauber von Nico Berghorst zum 2:0 (24.). Nur zwei Minuten später stürmte der Angreifer alleine auf Gäste-Keeper Sören Stauder zu, behielt die Nerven und vollendete zur frühen 3:0-Führung (26.) – gleichzeitig auch der Pausenstand.

Nach der Halbzeit übernahm Erkenschwick zunehmend das Kommando und drängte auf den Anschluss. In dieser Phase war es LSV-Keeper Jan Hennig, der sein Team unter anderem mit einem gehaltenen Foulelfmeter (53.) die komfortable Führung festhielt.

„Ich hätte mir gewünscht, dass das Spiel mit einer 3:0-Führung im Rücken nicht so hitzig wird. Da muss ich Jan auch mal ein Sonderlob aussprechen, der uns da wirklich das eine oder andere Mal gerettet hat“, so Schmeing.

Erkenschwick kommt noch einmal heran

Was folgte, war der Platzverweis für Sekulic, der bis zu diesem Zeitpunkt eine starke Partie ablieferte, die Karten für die Schlussphase aber noch einmal neu mischte. So kam Erkenschwick durch einen Kopfball von Finn Wortmann kurz darauf zum 1:3-Anschluss (71.).

Milan Sekulic sah in der 68. Minute die Rote Karte.
Milan Sekulic sah in der 68. Minute die Rote Karte. © Marius Paul © Marius Paul

„In der ersten Halbzeit haben wir naiv verteidigt. Mit der zweiten Hälfte können wir eigentlich zufrieden sein. Der Elfmeter hätte ein Dosenöffner sein können, aber letztlich fehlt uns im Moment auch ein bisschen das Spielglück“, erklärte Gäste-Trainer David Sawatzki, der ähnlich wie der Lüner SV mit großen Personalsorgen angereist war.

In den letzten 20 Minuten warf Erkenschwick alles nach vorne, kombinierte sich immer wieder an den LSV-Strafraum, brachte den Ball aber nicht an Hennig vorbei ins Tor. Ein abgefälschter Freistoß von Ali Caliskan führte letztlich zum 4:1-Endstand und besiegelte den ersten Saisonsieg des Lüner SV.

„Mit dem Ergebnis bin ich natürlich voll zufrieden, auch wenn Erkenschwick ersatzgeschwächt war, aber das sind wir auch. Noch sind wir aber auch nicht am Ende der Leistungsfähigkeit und werden sicherlich noch die eine oder andere Woche brauchen, um bei voller Stärke zu sein“, so Schmeing.

Lüner SV: Hennig – Drees, Sekulic, Caliskan, Cygiel, Berghorst, Franzrahe, Yarhdi, Burg, Mertens, Mikuljanac
Tore: 1:0 Cygiel (5.), 2:0 und 3:0 Berghorst (24./26.), 3:1 Wortmann (71.), 4:1 Caliskan (85.)

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte gegen Sekulic wegen Nachtretens (68.)

Über den Autor
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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