Bahnt sich beim LSV ein überraschender Trainerwechsel an? © Timo Janisch
Fußball-Westfalenliga

Lüner SV verhandelt wohl mit neuem Trainer – Verein verzichtet auf Dementi

Eigentlich ist Christian Hampel Trainer des Lüner SV in der Westfalenliga. Eigentlich, denn nun verhandelt der Klub nach Information dieser Zeitung bereits mit einem anderen Trainer.

Mit Christian Hampel hat der Lüner SV eigentlich einen Trainer und Sportlichen Leiter seiner Westfalenliga-Elf, der fest im Verein verwurzelt ist. Doch im Hintergrund verhandelt der Verein bereits mit einem anderen Trainer für die Spielzeit 2021/2022.

Nach Informationen dieser Zeitung verhandeln die Lüner mit Axel Schmeing über ein Engagement an der Seitenlinie ab Sommer. Schmeing ist aktuell noch Trainer des Holzwickeder SC, den er in die Oberliga führte. Dort steht der HSC in der aktuell unterbrochenen Saison auf Rang zwei.

Axel Schmeing trainierte fünf Jahre lang den Holzwickeder SC.
Axel Schmeing trainierte fünf Jahre lang den Holzwickeder SC. © Benedikt Ophaus © Benedikt Ophaus

Doch am Mittwochabend (27.1.) teilte Schmeing den dortigen Verantwortlichen mit, dass er seine Arbeit in Holzwickede mit dem Ende der Saison beenden werde. Zuvor hatte bereits der ambitionierte Landesligist Türkspor Dortmund Interesse an dem Erfolgstrainer gehabt.

Interesse hat augenscheinlich auch der Lüner SV. Nach einer enttäuschenden Saison 2019/2020 und einem mäßigen Start in die aktuelle Saison, deren Fortsetzung ungewiss ist, sieht man offenbar Handlungsbedarf auf der Trainerposition. In beiden Jahren wollten die Rot-Weißen die Oberliga anpeilen, fanden beziehungsweise finden sich allerdings jeweils in der Abstiegszone wieder.

Lüner SV hält sich bedeckt, dementiert aber nicht

Der Verein hielt sich auf Anfrage dieser Redaktion am Donnerstag bedeckt. Peter Marx, zweiter Vorsitzender der Lüner, sagte: „Ich kann dazu gerade nichts sagen. Ich bin nicht im Thema.“

Ein klares Dementi gab es von Marx auf eine erneute Nachfrage nicht. Vom Ende Schmeings Engagement in Holzwickede habe er gehört, bestätigt Marx. Ein „super interessanter Trainer“ sei Axel Schmeing. Ein Coach, der vom Format her zum Lüner SV passen würde. „Er war sehr erfolgreich in Holzwickede und passt zu vielen Vereinen“, entgegnet Marx.

Axel Schmeing peilt neue Aufgabe an

Der B-Lizenz-Inhaber Schmeing genießt einen guten Ruf, holte beim HSC viel raus aus begrenzten Möglichkeiten. Der Verein zeigte sich bei der Verkündung, dass die Zusammenarbeit enden würde, sehr dankbar gegenüber seinem scheidenden Trainer.

Dieser verriet bereits am Mittwoch, dass ihm einige Angebote für die kommende Saison vorliegen würden. „Ich werde nicht mehr 100 Kilometer für eine Trainingseinheit fahren. Dafür bin ich zu alt“, sagte der 48-Jährige. Er werde mit hoher Wahrscheinlichkeit ein neues Amt in der Nähe seines Wohnortes annehmen, so Schmeing. Der Wohnort? Das ist Kirchderne – rund 15 Minuten Autofahrt von der Kampfbahn Schwansbell entfernt.

Welche neuen Herausforderungen Schmeing künftig angehen will, ließ er zunächst offen. Angesprochen auf ein mögliches Engagement beim Westfalenligisten Lüner SV, blieb Schmeing zurückhaltend. „Dazu kann ich nichts sagen.“ Am kommenden Montag möchte sich Schmeing aber zu seiner sportlichen Zukunft äußern.

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
Zur Autorenseite
Avatar
Lesen Sie jetzt