Marius Kröner stand vor seiner Zeit beim LSV auch schon in der Regionalliga auf dem Platz. © Timo Janisch
Fußball-Westfalenliga

Lüner SV verzichtet auf Abwehrchef Marius Kröner – Wechsel in die Bezirksliga

Er führte den Lüner SV als Kapitän aufs Feld, doch trotz seiner Führungsqualitäten endet die Zeit von Marius Kröner beim LSV im Sommer bereits wieder. Sein neuer Klub steht aber schon fest.

Mehr als 200 Einsätze in der Regional- und Oberliga stehen in der Vita von Verteidiger Marius Kröner. Als Abwehrchef sollte der im vergangenen Sommer verpflichtete 31-Jährige der Defensive des Lüner SV Stabilität bringen. Jetzt – wenige Monate später – ist seine Zeit aber schon wieder beendet. Doch der gebürtige Hamburger hat bereits einen neuen Verein gefunden.

Trotz der kurzen Zeit beim Lüner SV war es für den 31-Jährige ein durchaus bewegendes Intermezzo in der Westfalenliga. In Abwesenheit von Matthias Drees führte Kröner den LSV in den ersten drei Saisonspielen sogar direkt als Kapitän auf das Feld. „Ich habe mich in Lünen sehr wohl gefühlt. Vor allem die Zusammenarbeit mit Trainer Christian Hampel hat mir gut gefallen. Dass er mir zu Beginn dann auch das Vertrauen als Kapitän ausgesprochen hat, hat mich natürlich gefreut“, so Kröner.

Lüner SV hatte eigentlich eine gute Mischung

Ähnlich wie auch für weite Teile des Umfelds sei die Ankündigung, dass Hampel im Sommer abgelöst werde, dann aber auch für ihn überraschend gekommen. „Christian Hampel hatte einen großen Anteil daran, dass ich im Sommer zum LSV gekommen bin und ich hatte das Gefühl, dass wir eine gute Mischung aus jungen und älteren Spieler zusammenhatten“, betont der 31-Jährige.

Christian Hampel hatte Kröner im Sommer zum Lüner SV gelotst.
Christian Hampel hatte Kröner im Sommer zum Lüner SV gelotst. © Timo Janisch © Timo Janisch

Aus diesem Grund hätte man Kröner zufolge unter normalen Umständen auch eine sehr erfolgreiche Saison spielen können. Dass der Ex-Lippstädter letztlich nur in drei Pflichtspielen für den LSV auf dem Platz stand, hat auch mit seinem Platzverweis im Spiel gegen den VfL Theesen zu tun. „Da habe ich den Co-Trainer des VfL aus Versehen mit dem Ball abgeschossen. Das war Frust, aber natürlich auch unglücklich. Ich hätte es auf jeden Fall gut gefunden, wenn ich in der neuen Saison noch weitere Spiele für den LSV hätte absolvieren können“, erklärt der Innenverteidiger.

Allerdings habe das neue Trainerteam um Bald-Coach Axel Schmeing durchblicken lassen, dass man in Zukunft nicht mit Kröner plane. Daraufhin habe er sich dann auf die Suche nach einem neuen Verein gemacht. Mit Erfolg. „Ich hatte unterschiedliche Angebote. Auch von höherklassigen Klubs, aber habe mich letztlich für Rot-Weiß Mastholte entschieden.“

Der Platz des Bezirksligisten sei nur knapp fünf Minuten von seiner Wohnung in Langenberg entfernt. Für Kröner und seine Familie eine willkommene Abwechslung: „Ich bin jetzt 31 und durch den Fußball viel herumgekommen, da ist es dann jetzt purer Luxus, direkt in der Nähe zu wohnen – auch wenn es einige Ligen tiefer ist.“

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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