Preußen-Keeper Marceau Adamsky wechselt nach Wethmar - ohne jede Ambition, in Horstmar zu bleiben. © Günther Goldstein
Fußball

Marceau Adamsky wollte SV Preußen schnell verlassen: „Alle haben aufeinander rumgehackt“

Ein Teil der zerfallenden A-Liga-Mannschaft des SV Preußen heuert bei Westfalia Wethmar an. Für einen Akteur war es schnell klar, dass er auf keinen Fall in Horstmar bleiben will.

Die erste Mannschaft des SV Preußen ist in der Zusammensetzung der aktuellen Saison Geschichte. Fast alle Spieler verlassen den Verein, Trainer Stefan Urban verkündete als erster sein Aus. Ein Akteur scheint nicht traurig, dass es seine Noch-Mannschaft demnächst nicht mehr gibt.

Relativ früh sei es für ihn klar gewesen, dass er den SV Preußen Lünen verlassen werde, so Marceau Adamsky. Nur eineinhalb bis zwei Monate nach seiner Rückkehr nach Horstmar habe er das entschieden, so der junge Torhüter.

Marceau Adamsky: „Es hat schnell keinen Spaß gemacht“ beim SV Preußen

Die Gründe überraschen. Eigentlich habe er Bock auf die Truppe gehabt, so Adamsky. „Aber es hat schnell keinen Spaß gemacht. Die Stimmung war nicht gut im Training. Alle haben nur rumgehackt aufeinander“, sagt Adamsky.

Töne, die man erstmals über die A-Liga-Mannschaft des SVP hört. Gerade menschlich sei man gut miteinander und mit Trainer Stefan Urban ausgekommen, war der bisherige Tenor. In den nur drei Saisonspielen, die das Team absolvierte, kam Adamsky zwei Mal zum Einsatz.

Marceau Adamsky spielt bald für Westfalia Wethmar in der Bezirksliga

Vor seinem Intermezzo in Horstmar spielte der bald 20-Jährige für die A-Junioren des TuS Westfalia Wethmar. Ein Großteil jener Mannschaft spielt noch immer an der Wehrenboldstraße, andere kehren im Sommer vom SVP zurück – wie etwa Tom Stüwe oder Laurin Stauch.

Wie bei seinen bisherigen Teamkollegen suchte auch im Falle Adamskys Dominik Ciernioch, Coach der Wethmarer Reserve in der Kreisliga A, den Kontakt zum jungen Torhüter. „Wir kamen schnell ins Gespräch. Wethmar stand an erster Stelle“, berichtet Adamsky.

Doch es brachte sich noch ein weiterer Trainer in Stellung: Steven Koch, Coach der Bezirksliga-Mannschaft der Westfalia. Für die verpflichtete der TWW Adamsky schließlich.

Wethmar-Trainer Steven Koch bekommt im Sommer eine neue Alternative für die Offensive.
Wethmar-Trainer Steven Koch bekommt im Sommer eine neue Alternative für die Offensive. © Timo Janisch © Timo Janisch

Dort hat der Neuzugang mit Florian Fischer mindestens einen erfahrenen und vor allem sehr starken Torhüter vor sich. Fischer gehört mit Leichtigkeit zu den besten Bezirksliga-Keepern.

„Der ist auf jeden Fall sehr stark. Ich will mir da vieles abschauen. Ich bin ja noch ein junger Spieler und habe einiges an Potenzial, das ich abrufen kann“, sagt Adamsky.

Der Rückkehrer wirkt selbstbewusst. Er sieht sich als modernen Torhüter, der auch im Spiel mit dem Ball seine Stärken hat. „Ich bin wirklich der elfte Mann“, sagt Adamsky, der dennoch an allen Facetten seines Spiels arbeiten will.

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freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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