Wenn der Ball oder ein Schuh vor das Sprunggelenk knallt, wird es wieder dick - unter diesem ungünstigen gesundheitlichen Phänomen leidet ein Lüner Fußballer. © Bernd Paulitschke
Fußball

Mysteriöse Verletzung wirft Lüner Fußballer immer wieder zurück

Immer wenn der Ball heftiger gegen sein Sprunggelenk prallt, wird es dick. Dann geht es für den Lüner Fußballer nicht weiter. Am Wochenende musste der Einwechselspieler wieder runter.

An seinem Rücken suchten die Ärzte vergeblich nach einer Ursache, jetzt muss sich der Lüner Fußballer wegen einer anderen mysteriösen Verletzung erneut in Behandlung begeben. Dabei war er erst nach langer Pause zurückgekommen und traf ad hoc auch.

Ilkay Kir, Offensivkraft des Fußball-Bezirksligisten BW Alstedde, hat es aktuell nicht leicht. Der 19-Jährige kam gerade aus dem großen BWA-Lazarett zurück. Eigentlich saß er gegen den SSV Mühlhausen (1:2) auf der Bank, musste aber schon nach fünf Minuten für den verletzt ausgefallenen Mike Rothe in die Bresche springen. Kir sorgte mit dem Tor zum 1:2-Anschluss sogar wieder für Spannung, musste zwölf Minuten vor dem Ende aber selbst wieder angeschlagen raus. Was war passiert?

Ilkay Kir (l.) kam aus der Jugend von Preußen Münster zu BW Alstedde. © Goldstein © Goldstein

„Ich habe anderthalb Monate nicht gespielt. Das Sprunggelenk wird schnell dick, wenn der Ball dagegen kommt. Ich habe mich auch wieder auswechseln lassen, weil es wieder wehgetan hat“, sagte Kir. Die Verletzung sei schon als Jugendspieler bei Preußen Münster immer wieder mal aufgetreten.

Die Ursache: unbekannt. „Ich muss dann sofort kühlen“, sagte Kir über seinen linken Knöchel. Jetzt unternimmt er einen neuen Anlauf, um den Grund der Schmerzen und der Schwellung zu finden. Kir: „Ich versuche, einen MRT-Termin zu bekommen.“

Rückenprobleme – und keiner weiß, woher sie rühren

Medizinisch hat Kir schon so einige Arztbesuche hinter sich: Wegen einer anderen Verletzung war er auch schon länger in Behandlung. Der Rücken bereitete nämlich immer wieder mal Probleme. Der Spieler klingt etwas verzweifelt. „Kein Arzt wusste, woher es kommt. Ich hatte ganz Münster durch“, berichtete Kir, der bei den Preußen in der Defensive und auf der Sechs zu Hause war, seit seinem Wechsel in das Team von Tim Hermes aber offensiv agierte – und die Rolle auch mag.

Wegen der Verletzungsmisere der Alstedder – dem Klub fehlt eine zweistellige Anzahl von Spielern – würde sich Kir auch am kommenden Sonntag zur Verfügung stellen. BWA gastiert dann beim Tabellenvierten ASC 09 Dortmund II. Alstedde selbst steht auf Rang elf. „Das ist natürlich ausbaufähig“, merkte Kir an, „aber die Mannschaft könnte weiter oben mitspielen, wenn wir nicht so viele Verletzte hätten.“

Dass Ilkay Kir bei seiner Rückkehr auf den Platz gleich traf, war am Ende die schöne Geschichte für ihn – die erneute Verletzung und die Niederlage werfen darauf aber einen Schatten.

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Sportler durch und durch, der auch für alle Sportarten außerhalb des Fußballs viel übrig hat. Von Hause aus Leichtathlet, mit einer Faszination für Extremsportarten, die er nie ausprobieren würde. Gebürtig aus Schwerte, hat volontiert in Werne, Selm, Münster und Dortmund.
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