Marcus Reis (2. von rechts) hat zuletzt Christian Hampel als Co-Trainer beim Lüner SV unterstützt. © Günther Goldstein
Fußball-Westfalenliga

Noch-Co-Trainer des Lüner SV: „Letztlich war es eine Entscheidung des Vereins“

Marcus Reis ist aktuell noch Co-Trainer beim Lüner SV. Noch, denn nach den angekündigten Veränderungen endet auch seine Zeit an der Kampfbahn Schwansbell – für ihn persönlich sehr überraschend.

Seit mittlerweile knapp vier Wochen ist klar: Axel Schmeing wird ab Sommer Cheftrainer beim Lüner SV in der Westfalenliga. Mit ihm kommen Marcel Piaszyk als Sportlicher Leiter und Karim Bouasker als neuer Co-Trainer an die Kampfbahn Schwansbell. Die Amtszeit von Christian Hampel beim LSV findet somit ein abruptes Ende und auch Co-Trainer Marcus Reis verlässt den Verein.

„Vorstand wird seine Gründe gehabt haben“

„Ich gehe wieder zurück auf die Tribüne zu meiner Frau“, erklärt Marcus Reis, dessen Sohn Gianluca in der Innenverteidigung des Westfalenligisten zuhause ist. Im Endeffekt sei auch er – ähnlich wie Christian Hampel und auch die Spieler – von den zurückliegenden Entwicklungen überrascht worden.

„Eigentlich hatte ich den Eindruck, dass das Trainerteam und die Mannschaft gut zusammengearbeitet haben, aber ich möchte da jetzt auch gar nicht nachkarten. Letztlich ist es eine Entscheidung des Vereins und im Vorstand wird man seine Gründe dafür haben“, so der A-Lizenz-Inhaber.

Reis will trotzdem weiterhin zum Platz kommen

Die Frage, ob es möglicherweise auch über den Sommer hinaus eine sportliche Zukunft für ihn beim LSV hätte geben können, habe sich nach dem feststehenden Wechsel gar nicht gestellt. „Ich bin im letzten Jahr als Co-Trainer eingestiegen, weil man gesehen hat, dass der Verein und insbesondere auch Christian Unterstützung gebrauchen kann. Es war also im Grunde ein Freundschaftsdienst“, betont Reis.

Dieser Freundschaftsdienst sei im Sommer nun allerdings beendet. Trotzdem werde er – insofern der Spielbetrieb wieder anlaufe – weiterhin sonntags an den Platz kommen und die Partien des LSV verfolgen.

Co-Trainer Marcus Reis ist selbst Inhaber der A-Lizenz.
Co-Trainer Marcus Reis ist selbst Inhaber der A-Lizenz. © Timo Janisch © Timo Janisch

Dann jedoch ausschließlich als Zuschauer. „Mein Sohn spielt hier und deshalb werde ich natürlich weiterhin dabei sein“, so der 49-Jährige. „Das hängt aber nicht mit dem Verein zusammen, sondern nur damit, dass Gianluca aktuell hier aktiv ist.“

Keine Zukunft in sportlicher Funktion?

Für seine eigene sportliche Zukunft hat der ehemalige Scout von Borussia Dortmund noch keine endgültige Entscheidung getroffen, wenngleich er eine Tendenz habe. „Man sollte natürlich nie nie sagen, aber im Moment überlege ich ernsthaft, ob ich überhaupt noch einmal in einer verantwortungsvollen Position tätig sein will. Aktuell sehe ich mich da nicht.“

Für ihn sei entscheidend, dass er eine neue Aufgabe nur dann angehen könne, wenn er davon vollends überzeugt sei: „Entweder mache ich es dann richtig oder gar nicht. Aber jetzt ist dann erst einmal Freizeit angesagt“, erklärt Reis.

Wenn man so wolle, habe das vorzeitige Ende beim LSV laut Reis auch positive Auswirkungen: „Jetzt freue ich mich einfach darauf, am Wochenende wieder mit meiner Frau und ohne Verpflichtungen Fußball schauen zu können und dabei dann vielleicht auch den Kurzen mal etwas auszuschimpfen. Das geht als Zuschauer dann doch besser“, so der Noch-Co-Trainer lachend.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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