Ein Freistoß von Spielertrainer Tim Hermes erhitzte in der Partie gegen den TuS Hannibal die Gemüter. © Timo Janisch
Fußball-Bezirksliga

Strittige Szene in der Schlussphase: Spieler des TuS Hannibal widerspricht BW Alstedde

Mit 1:2 unterlag BW Alstedde zuletzt denkbar knapp beim TuS Hannibal. Vor allem mit einer Szene haderten die Alstedder nach der Partie, der TuS hatte dazu allerdings eine gänzlich andere Meinung.

Lediglich ein Unentschieden und eine Niederlage stehen nach sieben Spieltagen in der Bilanz des TuS Hannibal. Beinahe hätte BW Alstedde am vergangenen Sonntag zumindest aber einen Punkt aus Dortmund entführt, doch eine strittige Szene kurz vor dem Schlusspfiff verhinderte letztlich den 2:2-Ausgleichstreffer.

Mit 1:0 führte BW Alstedde zwischenzeitlich beim TuS Hannibal und konnte dabei vor allem in der ersten Halbzeit überzeugen. Nach der Pause drehte der favorisierte TuS allerdings auf, kam per Doppelschlag zur 2:1-Führung und sah bis weit in die Schlussphase schon wie der sichere Sieger aus.

Berro: „Wussten, dass Tim Hermes gute Freistöße treten kann“

Doch dann bekamen die Gäste aus Alstedde kurz vor dem Ende einen letzten Freistoß an der Strafraumgrenze der Dortmunder zugesprochen. Spielertrainer Tim Hermes, der nach seiner urlaubsbedingten Abwesenheit erstmals wieder in der Startelf auflief, nahm sich der Sache an.

„Die Mauer von Hannibal hat sich etwas geöffnet, einer der TuS-Spieler ist aber auf die Linie zurück gerannt und hat dort mit der Hand geklärt. So sah es auf jeden Fall aus, weil du den Ball so gar nicht rausköpfen kannst. Für uns war das eindeutig“, schilderte Hermes nach der Partie die spielentscheidende Szene.

Ibrahim Berro vom TuS Hannibal verhinderte in aller letzter Minute den Ausgleichstreffer.
Ibrahim Berro vom TuS Hannibal verhinderte in aller letzter Minute den Ausgleichstreffer. © Schulze © Schulze

Der mögliche Elfmeterpfiff des Schiedsrichters blieb allerdings aus. Zurecht, wie Ibrahim Berro befand. Der TuS-Kapitän war der Spieler, der das sichere Hermes-Tor in aller letzter Minute auf der Linie verhinderte. Laut seiner Schilderungen jedoch keinesfalls mit der Hand: „Wir wussten, dass Tim Hermes gute Freistöße treten kann. Deshalb bin ich dann auch auf die Linie zurück gelaufen“, so Berro.

TuS Hannibal schiebt sich auf den zweiten Tabellenplatz

Daraufhin sei der Ball Richtung Tor geflogen und er habe die Kugel letztlich mit dem Gesicht klären können. „Die Koordination ist im Rückwärtslaufen natürlich nicht so einfach und ich bin dann auch irgendwie in die Drehung gekommen. Deshalb hat es für die Alstedder vielleicht so ausgesehen, als hätte ich den Ball mit der Hand gespielt. Ich habe ihn aber schlussendlich voll ins Gesicht bekommen“, betont der TuS-Kapitän.

Diese Auffassung vertrat wohl auch der Schiedsrichter, der das Spiel weiterlaufen ließ und die Partie wenig später abpfiff. „Wir müssen Alstedde auf jeden Fall Respekt zollen“, so Berro. „Die haben ein wirklich gutes Spiel gemacht, deshalb sind wir froh, dass wir am Ende den Sieg holen konnten“, so Berro.

Während sich der TuS mit dem Sieg auf den zweiten Tabellenplatz schob und nunmehr fünf Punkte Rückstand auf Tabellenführer VfR Sölde aufweist, rutschte BWA auf den elften Rang, drei Punkte vor den Abstiegsplätzen.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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