In der Rundsporthalle wird auf absehbare Zeit kein Trainings- und Spielbetrieb stattfinden. © Günther Goldstein
Handball

Trainingskonzept für Umfeld der Rundsporthalle: Konkrete Pläne stehen fest

Unmittelbar neben der Lüner Rundsporthalle könnten demnächst Freiluft-Trainingsstationen entstehen. Außerdem gibt es Pläne, im Stadtpark eine weitere Sportanlage zu realisieren.

Während auf den Fußball- und Tennisplätzen die ersten Amateursportler schon wieder ihr Training aufgenommen haben, sind die Sporthallen nach wie vor leer gefegt. Die Handballabteilung des Lüner SV hat sich für die Rundsporthalle deshalb ein alternatives Trainingsprogramm einfallen lassen und strebt nach Möglichkeit den Bau einer weiteren Sportanlage im Stadtpark an.

Nur ein geringer Teil der Trainingseinheiten könnte stattfinden

Vor knapp zwei Wochen gab die Stadt Lünen bekannt, dass die Nutzung der Turnhallen angesichts der neuesten Corona-Lockerungen demnächst nur unter Einhaltung strenger Regeln möglich sein soll. Unter anderem muss zwischen einzelnen Einheiten immer 45 Minuten gelüftet werden. Für die Vereine bedeutet das enorme Einbußen.

„Ein geregelter Trainingsbetrieb ist so nahezu unmöglich. Von den bisher gut 40 Einheiten, die bislang pro Woche durchgeführt wurden, könnten unter den aktuellen Bedingungen maximal 15 stattfinden“, schildert Sven Weber, Vorsitzender der Handballabteilung des Lüner SV, die zu erwartenden Probleme.

Weil in der Rundsporthalle derzeit nicht trainiert werden kann, sollen jetzt unterschiedliche Stationen im Freien aufgebaut werden.
Weil in der Rundsporthalle derzeit nicht trainiert werden kann, sollen jetzt unterschiedliche Stationen im Freien aufgebaut werden. © Stachelhaus © Stachelhaus

Auch aus diesem Grund hat sich der Verein in Person des Sportlichen Leiters Marcel Mai ein Trainingskonzept überlegt, mit dessen Hilfe im Umfeld der Rundsporthalle Freiluft-Training ermöglicht werden soll. „Wir würden gerne acht Stationen bereitstellen, an denen die Spieler und Spielerinnen dann sowohl Athletik- und Kraftübungen als auch koordinative Elemente trainieren können“, erklärt Mai.

Pläne für ein Beachhandball-Feld im Stadtpark

Sobald es die Wetterbedingungen zulassen, sollen diese Stationen errichtet werden. Mit der Stadt Lünen sei das Vorhaben bereits abgeklärt, sodass der Start umgehend erfolgen könnte. „Es ist letztlich ein Provisorium. Man muss sich dann vorher für eine Trainingszeit anmelden, dann werden vor Ort die Geräte bereitgestellt und anschließend kann trainiert werden“, so Mai, der sich auch vorstellen könnte, das Angebot ebenfalls für andere Vereine zugänglich zu machen.

„Wir müssen natürlich schauen, inwieweit die aktuellen Corona-Fallzahlen überhaupt so einen Betrieb weiter zulassen und wir werden es auch erst einmal mit unseren Mannschaften testen. Auf Dauer könnte es aber sicherlich auch eine Option für andere Vereine sein, wenn dort Interesse bestehen sollte“, betont der LSV-Trainer.

Fernab der mobilen Trainingsstationen befindet sich der LSV in Gesprächen, um laut Weber „vielleicht noch in diesem Jahr mit dem Bau eines Beachhandball-Feldes im Stadtpark beginnen zu können“. In erster Linie wolle man damit für den Verein mehr Möglichkeiten schaffen. „Natürlich sollen dann auch die Geschwister-Scholl-Gesamtschule und die anderen Lüner Vereine von diesem Vorhaben profitieren. Aus unserer Sicht bringt ein solches Projekt einfach auch mehr Leben in den Park“, betont der Vorsitzende.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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