Auf einer Lüner Tennisanlage können ab sofort wieder gelbe Filzbälle fliegen. © Lorf
Tennis

Trotz Erlaubnis: Nur ein Lüner Tennisverein öffnet Anlage für Trainingsbetrieb

Es darf wieder aufgeschlagen werden – zumindest theoretisch, denn seit Montag ist Tennis-Training wieder gestattet. Aufgrund einer Besonderheit macht davon allerdings nur ein Lüner Verein Gebrauch.

Es ist ein kleiner Lichtblick, der allerdings auch äußerst überraschend daherkam. Seit Montag (22.2.) darf in Nordrhein-Westfalen wieder Tennis gespielt werden. Trotzdem bleiben in Lünen viele Anlagen weiterhin geschlossen. Nur ein Verein hat seine Plätze umgehend geöffnet – auch weil das Handy des Vorsitzenden nicht mehr aufhörte zu klingeln.

Letzte Arbeiten am Montagmorgen abgeschlossen

Ende der vergangenen Woche wurde eine neue Fassung der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Darin enthalten: Eine Passage, die den Sportlern zumindest eine kleine Portion Hoffnung machte, denn ab sofort ist der Sport unter Einhaltung eines Mindestabstandes von fünf Metern zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstandes auf Sportanlagen unter freiem Himmel wieder erlaubt.

Heißt konkret: Auch auf den Tennisplätzen in Lünen könnte wieder aufgeschlagen werden. Einen Run auf die Anlagen wird es allerdings nicht geben. Mit dem TV Altlünen hat am Montagmorgen nämlich nur ein Verein die Plätze geöffnet und seinen Mitgliedern so das Tennisspielen ermöglicht. Zu verdanken hat man das den zwei Allwetter-Plätzen.

Der TV Altlünen hat zwei seiner Plätze wieder für den Trainingsbetrieb freigegeben.
Der TV Altlünen hat zwei seiner Plätze wieder für den Trainingsbetrieb freigegeben. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

„Mein Handy hat am Freitag, nachdem die neue Corona-Schutzverordnung herauskam, beinahe durchgehend geklingelt, weil natürlich alle wissen wollten, ob sie am Montag wieder auf die Anlage können“, so der Vorsitzende Frank Kittel. Man habe daraufhin am Wochenende die beiden Allwetter-Plätze hergerichtet und am Montagmorgen noch die letzten Arbeiten erledigt.

Nur zwei Plätze werden freigegeben

„Wir haben die Anlage allerdings jetzt auch nur für unsere Mitglieder freigegeben, weil wir im letzten Jahr die Erfahrung gemacht haben, dass sonst auch sehr viele Spieler hierherkommen, die nichts mit dem Verein zu tun haben“, so Kittel. Auf diese Art und Weise wolle man auch verhindern, dass sich zu viele Menschen auf der Anlage aufhalten.

Bis auf die beiden Allwetter-Plätze bleiben Kittel zufolge alle anderen Bereiche der Tennisanlage gesperrt. Das gelte sowohl für die sanitären Anlagen als auch die übrigen Felder. Während beim TV Altlünen allerdings zumindest auf einigen wenigen Plätzen gespielt werden kann, sieht es bei den übrigen Lüner Vereinen vollkommen anders aus.

Winterwetter hat besondere Auswirkungen

Sowohl beim Lüner SV und Blau-Weiß Alstedde als auch bei der TG Gahmen und dem TV Preußen 08 bleiben die Anlagen trotz Erlaubnis weiterhin geschlossen. Das hat einen Grund, der alle Tennisverantwortliche eint: „Die Plätze sind noch überhaupt nicht in dem Zustand, um darauf spielen zu können“, betont André Grünke, Vorsitzender der Lüner SV.

Generell werden die formulierten Lockerungen den Tennisspielern laut Heike Krisen von der Tennisabteilung von BW Alstedde aktuell ohnehin wenig nutzen. „Normalerweise würden wir uns jetzt noch in der Wintersaison befinden, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass jetzt erst einmal noch die Plätze fertig gestellt werden müssen“, so die Vorsitzende.

Diesbezüglich habe auch das Winterwetter der vergangenen Wochen einen gehörigen Beitrag geleistet: „Die Plätze sind aktuell einfach noch nicht bespielbar. Die sind völlig durchgeweicht und wenn man sie jetzt benutzt, macht man mehr kaputt als das es einem nutzen würde“, betont Achim Maier vom TV Preußen 08.

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Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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