Trainer Björn Grüter und der VfL Brambauer konnten nach zuletzt drei Pleiten endlich den ersten Saisonsieg einfahren. © Günther Goldstein
Handball

VfL Brambauer dreht nach der Pause auf – LSV-Herren kassieren deutliche Auswärtspleite

Während die Landesliga-Herren des VfL Brambauer am vierten Spieltag endlich den ersten Saisonsieg feiern konnten, musste das Bezirksliga-Team des Lüner SV in Neheim satte 38 Gegentore hinnehmen.

Es war ein Handball-Spieltag, der für die Landesliga-Herren des VfL Brambauer und die Bezirksliga-Mannschaft des Lüner SV kaum unterschiedlicher hätte verlaufen können. Auf der einen Seite fuhr der VfL am vierten Spieltag endlich die ersten Punkte ein, auf der anderen Seite gab es für den LSV beim TV Neheim allerdings rein gar nichts zu holen.

Herren Landesliga 4

FC Erkenschwick – VfL Brambauer 22:27 (12:10)

Dieser Sieg war für den VfL Brambauer enorm wichtig – nicht nur mit Blick auf die Tabelle, sondern auch für das Selbstvertrauen. Nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt klappte es endlich im vierten Anlauf. Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Trainer Björn Grüter: „Wir haben erneut eine gute Abwehr gezeigt und uns im Angriff viel mehr bewegt als in den Spielen zuvor. Ich bin sehr zufrieden, dass wir die ersten Punkte geholt haben.“

Dabei entwickelte sich das Spiel bis zur 50. Minute zu einem wahren Krimi. Keines der beiden Mannschaften schaffte es, sich entscheidend abzusetzen. Zudem gab es viele hektische und hitzige sowie turbulente Szenen, die das Schiedsrichtergespann aber stets im Griff hatte. „Das muss man auch einfach mal erwähnen. Die Schiedsrichter haben das Spiel sehr gut geleitet und sind bei ihrer Linie geblieben“, so Grüter.

Spielentscheidend waren dann die letzten zehn Minuten, in denen sich Brambauer dank einer konzentrierten Leistung absetzte. Tobias Eder und Dustin Kurschus per Siebenmeter sorgten für das zwischenzeitliche 23:20 für den VfL. In den letzten Minuten netzten dann schließlich noch Alexander Litvinov, der sein erstes Spiel in der Landesliga-Ersten bestritt und mit insgesamt drei Treffern eine starke Partie zeigte, sowie erneut Kurschus und Burak Kurt mit einem Doppelpack zum 27:22-Sieg ein. „Es war ein schöner Einstand von Alexander Litvinov. Er hat es für sein erstes Spiel bei uns echt super gemacht“, lobte auch Grüter abschließend.

Jetzt gilt es für den VfL Brambauer genau dort weiterzumachen. Am 13. November empfängt das Grüter-Team die SGH Unna-Massen (Anwurf : 16.30 Uhr, Diesterweg 7a, Lünen) und will unbedingt nachlegen.

VfL: Welski/Sträde/Lüger – Richter, Hülsmann, L. Langmann, Ziepel 4, Litvinov 3, Eder 8/2, Kurt 2, P. Langmann 1, Forsmann, Pape 1, Kurschus 8

Herren Bezirksliga Mitte

TV Neheim – Lüner SV 38:25 (18:11)

Trotz der am Ende deutlichen Niederlage erwischte der Lüner SV gegen den TV Neheim einen guten Start in die Partie, führte 2:0, 3:1 und 4:2, ehe der Gastgeber beim 5:5 ausglich und das Spiel drehte. Beim zwischenzeitlichen 16:11 für Neheim schien die Begegnung fast schon entschieden. Zur Pause lag Lünen bereits mit sieben Toren zurück.

„Wir haben die ersten 20 Minuten gut mitgehalten. Dann aber vorne zu früh abgeschlossen und dadurch einige Gegenstöße kassiert“, beschrieb Coach Andreas Schlösser die erste Halbzeit. Hinzu kam, dass Philipp Hadac in der 29. Minute nach einem Foulspiel Rot sah. Demnach fehlte den Lünern eine Alternative auf dem Feld.

Im zweiten Spielabschnitt hatte sich der Lüner SV dann noch einmal einiges vorgenommen. Doch viel funktionierte nicht mehr. In der Abwehr wurde nicht mehr konsequent zugepackt, im Angriff die Chancen nicht mehr genutzt. Die Rot-Weißen konnten sich letztlich noch bei Keeper Daniel Hangebrock bedanken, der trotz der 38 Gegentore etliche freie Würfe parierte und den LSV vor einer noch höheren Niederlage bewahrte. „Daniel war heute unser bester Man auf dem Platz“, lobte Schlösser und legte nach: „Wir müssen weiter an uns arbeiten und dürften die Köpfe nicht hängen lassen.“

LSV: Hangebrock/Rohrbach – Hadac 2, Pein 4, J. Schlösser, Leder 4, Stolina 9, Bugnowski 1, Zeiger 3, Rolle 2, Graf, Dürr 1

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Sportredaktion Lünen

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