Die Schilderung vor Gericht machte sogar den Richter fassungslos. © picture alliance/dpa
Amtsgericht

Gewalt gegen Ex-Freundin: Auf das Baby nahm der Lüner keine Rücksicht

Streitigkeiten mit seiner Ex-Freundin waren für einen Lüner (29) offenbar Anlass genug, gewalttätig zu werden. Auch dass sie ihr wenige Monate altes Baby auf dem Arm hatte, hinderte ihn nicht.

Ende April kam es in der Wohnung der jungen Frau in Lünen-Brambauer zum ersten Zwischenfall. Im Verlauf einer heftigen Auseinandersetzung, so der Vorwurf, stellte ihr der Lüner ein Bein, obwohl sie ihr erst wenige Monate altes Kind auf dem Arm hatte. Sie stürzte mit dem Baby, wobei beide unverletzt blieben. Der nächste Angriff ließ laut Anklage nicht lange auf sich warten. Bereits am nächsten Tag geriet das einstige Paar erneut aneinander. Er stieß sie, sie schlug mit dem Kopf gegen eine Wand und hatte danach nicht nur eine große Beule, auch kämpfte sie mit den Symptomen einer Gehirnerschütterung. Beide Vorfälle brachte sie zur Anzeige, die sie jedoch später zurückziehen wollte. Das Verfahren gegen ihn konnte das aber nicht mehr aufhalten.

Baby im Maxi-Cosi in Abgasqualm gestellt

Geschehen macht Richter sprachlos

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
Lebt im Sauerland und fühlt sich dort überaus wohl. Saß vor über 20 Jahren zum ersten Mal in einem Gerichtssaal, um über einen Prozess zu berichten und hat dabei ihren Traumjob gefunden.
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