Pfarrer Richard Zastrow sucht für seine Familie und sich ein neues Zuhause in Wethmar oder dem Lüner Norden. © Beate Rottgardt (A)
Wohnungssuche

Happy-End bei der „Herbergssuche“: Pfarrers-Familie hat neues Zuhause

Einfach war es nicht, aber nun hat die „Herbergssuche“ von Pfarrer Richard Zastrow ein glückliches Ende gefunden. Dabei wurde klar: Offenbar suchen viele Menschen ein neues Zuhause.

Seit Anfang 2020 lief die Suche von Pfarrer Richard Zastrow nach einem neuen Zuhause für seine Familie. Kein leichtes Unterfangen, noch dazu unter Zeitdruck. Denn im Oktober 2021 endet der Mietvertrag für das bisherige Familien-Zuhause in Wethmar. Deshalb begann Zastrow, der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Lünen ist, auch frühzeitig mit der Suche nach einem neuen Zuhause.

„Wir haben Hilfe von ganz vielen Seiten bekommen“, erzählt Zastrow jetzt. Alleine auf unseren Artikel über die „Herbergssuche“ des Pfarrers im Dezember meldeten sich zahlreiche Menschen, die zehn unterschiedliche Optionen anboten. „Leider kam davon nichts in Frage. Aber wir haben uns sehr über die vielen Reaktionen gefreut.“

Umzug im Herbst

Doch durch einen privaten Kontakt kam nun doch ein Happy-End der Wohnungssuche für die fünfköpfige Familie zustande. „Wir können im Herbst einziehen, das passt zeitlich genau.“ Die evangelische Kirchengemeinde kann die Wohnung ab Oktober anmieten, Ende Oktober werden Richard Zastrow, seine Frau und die drei Kinder dann umziehen.

Fünf Jahre hat die Familie dann in der bisherigen Wohnung in Wethmar gelebt. Doch der Mietvertrag dort war von vornherein nur befristet. Für das neue Zuhause wird in den nächsten Tagen der Mietvertrag unterschrieben. „Danach können wir auch damit beginnen, den Umzug vorzubereiten“, so der Familienvater.

Handwerker gerade sehr gefragt

Umzugsunternehmen und Küchenfirma müssen rechtzeitig beauftragt werden. „Unsere Nachbarn renovieren gerade und haben sich frühzeitig um Handwerker gekümmert, haben aber gehört, dass manche Firmen bis Anfang Oktober schon ausgebucht sind.“

Das Beste am neuen Zuhause ist wohl, dass es in der Nähe der bisherigen Wohnung entfernt liegt. Damit bleibt der Weg zu Kita und Schule für die Kinder der selbe und vor allem kann der Kontakt zu Freunden ganz einfach gehalten werden. Denn innerhalb der vergangenen fünf Jahre haben Eltern und Kinder in ihrem Umfeld viele Freund- und Bekanntschaften geschlossen.

Während der Suche hörte Zastrow von mehreren Kita-Eltern aus Wethmar, dass auch sie gerade eine neue Mietwohnung oder auch ein Haus zum Kauf suchen. „Wie wichtig ein Netzwerk ist, wenn man ein neues Zuhause sucht, haben wir gesehen.“

Freie Immobilien sprechen sich schnell rum

Auch ein Bekannter aus Nordlünen, der sich um den Verkauf seines Elternhauses kümmert, stellte Erstaunliches fest: Obwohl erst in zwei Jahren der Verkauf geplant ist und keine Inserate aufgegeben wurden, melden sich bereits jetzt Makler bei ihm und lassen sich Interessenten auf eine Liste schreiben. Zastrow: „Wenn jemand mitbekommt, dass eine Immobilie frei wird, geht das ganz schnell über den Buschfunk.“

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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