Steht vor Veränderungen: der katholische Friedhof von St. Marien an der Alstedder Straße. © Goldstein
Neue Pläne

Katholischer Friedhof St. Marien in Lünen: Das sind die Veränderungen

Auf dem katholischen Friedhof St. Marien stehen Veränderungen an. Sie haben auch mit dem Wandel der Bestattungskultur zu tun. Eine neue Gestaltung soll auch neue Möglichkeiten bieten.

Mehr als 100 Jahre ist der Friedhof St. Marien an der Alstedder Straße alt. Er wurde seinerzeit verlegt. Ursprünglich befand er sich in der Nähe der Kirche, wo heute Pfarrhaus und Kindergarten sind. Seit Generationen hat sich die Firma Döbbe um die pflegerischen und gartenbautechnischen Aufgaben gekümmert. Da sich der Ruhestand abzeichnet und kein Nachfolger da ist, steigt im Januar Landschaftsbauer Norbert Baasner ein. Er kommt mit neuen Ideen und will den Friedhof zu einem Ort der Begegnung und des Verweilens werden lassen. Dazu sollen Bäume gepflanzt und Bänke aufgestellt werden. Direkt hinter dem Eingang soll es einen Ruhebereich geben mit Dachplatanen, die Schatten spenden und einer Sitzecke. „In Absprache mit der Gemeinde können dort auch Trauerfeiern abgehalten werden“, sagt Norbert Baasner.

Sind ab Januar für den Friedhof St. Marien zuständig: Norbert und Andrea Baasner (2.u.3.v.l.) mit Fabian Baasner und Charlotte Waskönig. Dieter Flehr (l.) wird als Friedhofsgärtner tätig sein.
Sind ab Januar für den Friedhof St. Marien zuständig: Norbert und Andrea Baasner( 2.u.3.v.l.) mit Fabian Baasner und Charlotte Waskönig. Dieter Flehr (l.) wird als Friedhofsgärtner tätig sein. © Galler © Galler

Eine Fläche mit Reihengräbern, die bislang rechteckig und kantig wirkte, wird in geschwungener Form gestaltet und mit wechselblühenden Stauden bepflanzt. Angehörige haben hier mit der Grabpflege nichts mehr zu tun, das wird dauerhaft übernommen. Die Gestaltung soll ansprechender sein als bei den Rasengräbern, erläutert Baasner.

Friedhof als Aufenthaltsort

Mit mehr Sitzgelegenheiten und Bäumen will man den Friedhof aufwerten. Denn heute sind die Anlagen zunehmend Naherholungsgebiete, die als Aufenthaltsort und zum Spazierengehen genutzt werden. Gerade die neue Ruhezone im Eingangsbereich soll dazu dienen, dass sich Trauernde treffen können.

Schon lange habe es Überlegungen der Kirchengemeinde gegeben, den Friedhof umzugestalten und der zunehmenden Veränderung der Bestattungskultur anzupassen. Der Friedhofsausschuss des Kirchenvorstandes von St. Marien habe sich dieser Herausforderung gestellt. Mit der Firma Baasner sieht man sich für die Zukunft gut gerüstet. „Für uns ist es der erste Friedhof in Lünen, den wir bewirtschaften“, so Baasner. Man werde die Tradition weiterführen und Neues erschließen. Dazu haben Norbert Baasner, seine Frau Andrea sowie Sohn Fabian Baasner mit Partnerin Charlotte Waskönig eigens die Baasner Friedhofs GmbH gegründet.

Geschäft und Büro bleiben

Das Geschäft, in dem Angehörige Kerzen und Blumensträuße kaufen können, bleibt weiter bestehen. Zum Team gehört zudem Friedhofsgärtner Dieter Flehr, der sein gärtnerisches Wissen mit einbringen wird. Das Büro bleibt ebenfalls an der Alstedder Straße, ab Januar gibt es dort aber eine neue Telefonnummer: (02306) 960 363.

Auf dem Friedhof befinden sich auch Kriegsgräber. Für sie wird ebenfalls eine ansprechende Gestaltung überlegt.

Die Firma Norbert Baasner Garten und Landschaftsbau wird im kommenden Jahr 30 Jahre alt. Sie hat ihren Sitz an der Wethmarheide und beschäftigt 31 Mitarbeiter.

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Redaktion Lünen
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