Polizeigewahrsam

Krawall an Brambauer Gaststätte: Randalierer schlägt Polizisten ins Gesicht

Zu viel Alkohol und Pöbeleien - deshalb durften drei Personen eine Gaststätte an der Friedhofstraße nicht betreten. Das passte dem Trio gar nicht. Als die Polizei eintraf, gab es Schläge.
Ein Junggesellen-Abschied endete im Polizeigewahrsam. Ein Randalierer hatte einem Polizisten ins Gesicht geschlagen.
Ein Junggesellen-Abschied endete im Polizeigewahrsam. Ein Randalierer hatte einem Polizisten ins Gesicht geschlagen. © picture alliance / dpa

Es sollte offenbar ein fröhlicher Junggesellen-Abschied werden. Doch dann artete das Ganze in eine alkoholisierte Randale aus.

An einer Gaststätte an der Friedhofstraße 15 in Lünen-Brambauer sind am Samstagabend (12. März) mehrere Personen negativ aufgefallen, nachdem ihnen der Zutritt zur Bistro-Kneipe „Am Pütt“ verweigert worden war. Die Ursache – ein aggressives Auftreten in Verbindung mit viel Alkohol – waren sie selbst. Mit dem Eintreffen der Polizei schlug einer der Randalierer einem Beamten unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Der Polizist wurde schwer verletzt und war nicht mehr dienstfähig.

Gäste wurden angepöbelt

Bereits um 22.48 Uhr meldete der Betreiber der Lokalität an der Friedhofstraße

drei Personen, die lautstark rum schreien und Gäste anpöbeln. Grund: Ihnen wurde der Zutritt aufgrund ihres Verhaltens und der offensichtlich erheblichen

Alkoholisierung verweigert. Als man ihnen mitteilte, die Polizei informiert zu

haben, flüchteten sie.

Gegen 23.20 Uhr kehrte das Trio allerdings zurück. Erneut kam es vor der

Gaststätte mit anderen Personen zu einer Rangelei. Als die ersten Polizisten am

Einsatzort eintrafen und die Situation schlichten wollten, schlug ein

33-Jähriger aus Lünen einem Beamten unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Der

32-jährige Polizist sackte kurzzeitig zu Boden und wurde schwer verletzt.

Um einen weiteren Angriff zu unterbinden, drohte er den Einsatz des DEIG (Elektro-Taser) an. Ebenso wurde den Randalierern der Einsatz des so genannten Einsatzmehrzweckstocks angedroht.

Ins Polizeigewahrsam gebracht

Scheinbar beeindruckt ließ der Lüner von dem Beamten ab. Allerdings stürmte er dann, so die Mitteilung der Polizei-Pressestelle, regelrecht auf einen weiteren Polizisten zu. Dieser brachte den 33-Jährigen zu Boden und fesselte ihn.

Im Anschluss wurde er ins Polizeigewahrsam gebracht. Das Handy eines Zeugen, der die Tat filmte, stellten die Einsatzkräfte mit dessen Einverständnis zur Beweissicherung sicher.

Polizist war nicht mehr dienstfähig

Eine Rettungswagenbesatzung versorgte den schwer verletzten Polizisten und

brachte ihn zur weitergehenden Behandlung in ein Krankenhaus. Er war nicht mehr dienstfähig.

Neben der unfreiwilligen Übernachtung im Polizei-Gewahrsam, endet ein vermeintlicher Junggesellenabschied mit einem Strafverfahren wegen Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

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