Seepark Horstmar

Landesgartenschau Lünen wird 25: Besonderer Rundweg machte Furore

Mit einem Rundweg, über den blinde Menschen per Kassettenrecorder geleitet wurden, machte die Landesgartenschau Lünen vor 25 Jahren Furore. Andere Städte kopierten die Idee.
Aus der Landesgartenschau vor 25 Jahren ist der Seepark Horstmar geworden. Damals gab es einen besonderen Rundweg. © Goldstein (A)

Karl-Heinz Brinkmann (77) hat sich in Lünen schon immer für die Belange der Behinderten stark gemacht. Ihre Bedürfnisse sollten auch während der Landesgartenschau Lünen (LaGaLü), die im April 1996 eröffnet wurde, berücksichtigt werden. Der Blindenrundweg, der seinerzeit für den heutigen Seepark Horstmar entwickelt wurde, habe Vorbildcharakter für weitere Gartenschauen in der Region gehabt, erinnert er sich. Die Stadt Ahlen habe nach Lüner Vorbild sogar im Stadtgebiet einen Blindenrundweg angelegt.

Damals habe die Stadt Lünen in Zusammenarbeit mit dem Blindenverein sehbehinderte Menschen per Kassettenrecorder über einen Rundweg durch die LaGaLü geführt.

Texte aufgesprochen und Schritte gezählt

„Wir haben dazu einen Text aufgesprochen und jeweils die Schritte bis zu 15 unterschiedlichen Punkten gezählt“, erinnert sich Brinkmann. Interessierte konnten sich am Eingang einen Kassettenrecorder ausleihen, der sie durch die Gartenschau und auch zu einem Duft- und Tastgarten führte. Dabei musste eine Straße überquert werden.

Leider hat das Angebot die Zeiten nicht überlebt. Aus Kostengründen sei es wieder abgebaut worden, wie auch der Tast- und Duftgarten. Auch die gesonderten Behindertenparkplätze im Eingangsbereich sind nicht mehr da. Geblieben sei aus der damaligen Zeit lediglich das Behinderten WC, bedauert Karl-Heinz Brinkmann.

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